Warnstreik bei der BVG: S-Bahn nicht überfüllt

Warnstreik bei der BVG: S-Bahn nicht überfüllt

Bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) hat am Montagmorgen ein ganztägiger Warnstreik begonnen. U-Bahnen und Straßenbahnen in der Hauptstadt fuhren nicht, auch die meisten Busse blieben stehen.

Warnstreik bei Berliner Verkehrsbetrieben

© dpa

«Wir sind die BVG» ist beim Streik von den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) und Berlin Transport zu lesen.

«Der Warnstreik hat wie geplant um 3 Uhr begonnen», sagte Verdi-Verhandlungsführer Jeremy Arndt am frühen Morgen. Gestreikt werden soll laut Gewerkschaft den ganzen Tag.

S-Bahnen und Regionalzüge fahren wie gewohnt

Am frühen Montagmorgen waren die S-Bahnen und die Regionalzüge trotz des Warnstreiks nicht überfüllt. «Das Fahrgastaufkommen ist zur Zeit im normalen erwartbaren Bereich», sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn, die in Berlin die S-Bahn betreibt. Die S-Bahn wollte zusätzliche Fahrten anbieten. Es gebe keine Auffälligkeiten im Vergleich zu anderen Werktagen. Gefragt waren Taxis. Leszek Nadolski, Innungsvorsitzender des Berliner Taxigewerbes, berichtete im rbb-Inforadio, dass rund 5000 Taxis im Einsatz seien.

BVG-Beschäftigte kämpfen um mehr Geld und bessere Arbeitszeiten

Die Tarifverhandlungen waren auch in der jüngsten Runde am vergangenen Donnerstag ohne Ergebnis geblieben. Die BVG kritisierte, Verdi trage den Konflikt auf dem Rücken der Fahrgäste aus. Die Gewerkschaft betonte jedoch, da der Ausstand schon am Donnerstag angekündigt wurde, hätten sich die Kunden vorbereiten können.
Beim ersten Warnstreik Mitte Februar hatte Verdi die BVG acht Stunden lang lahm gelegt, auch danach gab es Einschränkungen. Anfang März legten dann die Busfahrer für einen ganzen Tag die Arbeit nieder.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 1. April 2019