Innensenator: Staat muss gegen Raser hart durchgreifen

Innensenator: Staat muss gegen Raser hart durchgreifen

Nach der Verurteilung von zwei Autorasern hat Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) ein hartes Durchgreifen gegen diese gefährlichen Fahrten angekündigt. «Profilierungssüchtige Raser spielen mit dem Leben der anderen und nehmen deren Tod billigend in Kauf. Diesen Irrsinn dürfen wir nicht zulassen», teilte Geisel am Dienstag mit. «Wenn das Auto zur Waffe wird, muss der Staat einschreiten und die Bedrohung von der Straße holen.»

Andreas Geisel

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Innensenator: Staat muss gegen Raser hart durchgreifen. Foto: Bernd von Jutrczenka/Archiv

Die Polizei hatte laut Geisel in den vergangenen Jahren ihre Kontrollen verstärkt. Im vergangenen Jahr seien von der Polizei 279 Strafermittlungsverfahren eingeleitet worden. 164 Autos und 130 Führerscheine seien eingezogen worden. Seit 2017 können derartige Rennen härter bestraft werden.
In diesem Jahr gingen von Januar bis Mitte März bei der Justiz insgesamt 104 Verfahren gegen mutmaßliche Raser ein, wie die Senatsjustizverwaltung mitteilte.
Rund drei Jahre nach einem tödlichen Autorennen in der Berliner Innenstadt hatte das Landgericht die Männer im Alter von 30 und 27 Jahren wegen gemeinschaftlichen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Bei dem illegalen Rennen im Februar 2016 starb ein unbeteiligter Rentner.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 26. März 2019