Gesprächsabbruch bei Radverkehrsplanung

Gesprächsabbruch bei Radverkehrsplanung

Die Verhandlungsteams von Changing Cities und dem ADFC haben die Gespräche mit dem Berliner Senat über den weiteren Ausbau der Radinfrastruktur abgebrochen.

Radfahrerin

© dpa

Eine Fahrradfahrerin radelt in Berlin auf einem Radweg, während Autos rechts abbiegen.

Das teilten die beiden Organisationen am 14. März 2019 mit. «Zentrale Grundlagen für den Ausbau des Radverkehrs werden immer weiter aufgespalten und ein ums andere Jahr verschleppt. Ein verbindlicher Fahrplan für die Kooperation mit der Zivilgesellschaft fehlt», sagte Stefan Lehmkühler von Changing Cities laut Mitteilung. «Das Beteiligungsversprechen der Grünen löst sich gerade in heiße Luft auf.»

ADFC Berlin und Changing Cities üben Kritik am Senat

Die Experten von ADFC Berlin und Changing Cities seien mit umfangreichen Vorschlägen in den Dialog gegangen, der in der ersten Verhandlungsphase vor dem Erstellen des Mobilitätsgesetzes mit der Senatsverwaltung vereinbart worden war. «Doch der Senat war nicht bereit, einen Fahrplan mit zeitlichen und inhaltlichen Meilensteinen zu vereinbaren», hieß es. Die zuständige Senatsverwaltung war dazu am Abend zunächst nicht zu erreichen.

«Vision Zero»: Null Verkehrstote in Berlin

Das Berliner Mobilitätsgesetz wurde am 28. Juni 2018 von der rot-rot-grünen Koalition beschlossen und soll 2020 in Kraft treten. Ziele sind unter anderem eine «Vision Zero» von Null Verkehrstoten in Berlin, der Bau von Radschnellwegen für Pendler und mehr Sicherheit für Fahrradfahrer im Straßenverkehr.
Radfahren in Berlin
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 15. März 2019