Ex-Flughafenchef Mühlenfeld: Tegel muss offen bleiben

Ex-Flughafenchef Mühlenfeld: Tegel muss offen bleiben

Der frühere Berliner Flughafenchef Karsten Mühlenfeld hat sich dafür ausgesprochen, den Flughafen Tegel parallel zum künftigen Hauptstadt-Airport BER in Betrieb zu lassen.

Karsten Mühlenfeld

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Karsten Mühlenfeld, früherer Flughafenchef, unterhält sich mit Journalisten.

«Die zwei Startbahnen am BER geben die Kapazität niemals her, die in Berlin nötig ist», sagte Mühlenfeld am Freitag (25. Januar 2019) im Abgeordnetenhaus. «Man braucht in Berlin auch eine dritte Startbahn und was bietet sich da mehr an als eine Startbahn in Tegel offen zu halten?»

Tegel schließt nach Eröffnung des BER

Beschlossen ist, dass Tegel spätestens ein halbes Jahr nach der für Oktober 2020 geplanten Eröffnung des neuen Flughafens in Schönefeld schließt. Mühlenfeld war von 2015 bis 2017 Geschäftsführer der Berlin-Brandenburger Flughafengesellschaft.

Tegel würde profitabel bleiben

Er warnte im BER-Untersuchungsausschuss, auch die Terminalgebäude in Schönefeld seien zu klein für die erwarteten Passagierzahlen. Mühlenfeld widersprach offiziellen Angaben, wonach Tegel bei einem Weiterbetrieb für rund 1,1 Milliarden Euro saniert werden müsste. «Wenn man sich beschränkt auf den Ring und Terminal D, dann kann man das deutlich unter einer Milliarde Euro hinbekommen.» Tegel werde auch danach Gewinn abwerfen.
Flughafen Tegel
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 25. Januar 2019