Bombenentschärfung in Potsdam: Sperrkreis geschlossen

Bombenentschärfung in Potsdam: Sperrkreis geschlossen

Nach dem Fund einer 250-Kilogramm-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg in der Potsdamer Innenstadt läuft die Evakuierung am Donnerstag, den 17.01.2019, in vollem Gang.

Polizeiabsperrung

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«Der Sperrkreis ist dichtgemacht», sagte ein Sprecher der Stadt am Donnerstagmorgen. Tausende Pendler sind betroffen. Fast 6000 Anwohner müssen ihre Häuser wegen der geplanten Entschärfung der Bombe verlassen. Laut Polizei gab es bisher keine Schwierigkeiten bei der Evakuierung. Mehr als 300 Helfer sind unterwegs und prüfen, ob noch Bewohner in dem Gebiet sind. Zwei Pflegeheime müssen evakuiert werden. Der Hauptbahnhof liegt ebenfalls in dem Sperrkreis mit 800 Metern Radius. Fast alle Läden waren schon vorher geschlossen.

Potsdam Hauptbahnhof gesperrt

In dem Sperrkreis mit einem Radius von 800 Metern wohnen ungefähr 5900 Menschen. Die Sperrung betrifft den Hauptbahnhof, ein Hotel, die Staatskanzlei, den Landtag, Ministerien, zwei Pflegeheime, das Freizeitbad «blu» sowie mehrere Museen. Etwa 600 Menschen können nicht an ihre Arbeitsplätze. Die Bombe war bei einer systematischen Suche auf einem Baugrundstück in zwei Meter Tiefe entdeckt worden.

Einschränkungen bis 14 Uhr

Tausende Pendler müssen laut S-Bahn Berlin bis circa 14.00 Uhr längere Fahrzeiten einplanen, denn die S-Bahn S7 fährt nur bis zum Bahnhof Babelsberg. Von dort müssen die Reisenden bis zum Bahnhof Charlottenhof die Straßenbahn oder Busse benutzen. Die Regionalzüge halten von 8.00 Uhr an nicht mehr im Potsdamer Hauptbahnhof.

Ersatzbusse ohne Halt in Potsdam

Von 10.00 Uhr an wird die Strecke zwischen den Stationen Charlottenhof und Griebnitzsee für den Zugverkehr voll gesperrt. Die Züge der Linie RE1 stoppen aus Richtung Magdeburg in Potsdam Park Sanssouci und aus Richtung Frankfurt (Oder) in Charlottenburg. Zwischen Werder/Havel und Wannsee verkehren Ersatzbusse ohne Halt in Potsdam.
Störung im Nahverkehr
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Störungen im Nahverkehr

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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 17. Januar 2019