Mahnwache für überfahrene Touristin

Mahnwache für überfahrene Touristin

An die kurz vor Silvester in Berlin überfahrene und getötete Frau soll mit einer Mahnwache erinnert werden. Dazu haben mehrere Verkehrsvereine und -verbände aufgerufen.

Dichter Verkehr

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Der abendliche Berufsverkehr fließt auf dem Kaiserdamm im Zentrum von Berlin.

Zum Gedenken an die 29-Jährige wollen die Organisatoren am Donnerstag eine weiße Figur am Ort des Unfalls an der Kreuzung Osloer Straße und Prinzenallee in Gesundbrunnen aufstellen.

Changing Cities fordert Tempo 30 in ganz Berlin

«Ohnmächtig erleben wir, wie immer wieder ungeschützte Verkehrsteilnehmer, die auf die Einhaltung der Verkehrsregeln durch Autofahrer vertrauen müssen, getötet werden», teilte der Verband Changing Cities am Mittwoch mit. Nötig sei Tempo 30 in der ganzen Stadt.

Fahrer war nicht alkoholisiert

Bei dem Unfall war ein Autofahrer in der Nacht zum 29. Dezember 2018 in eine Gruppe junger Menschen gerast. Die 29-Jährige Touristin aus Brasilien wurde lebensgefährlich verletzt, eine weitere Frau und drei Männer erlitten schwere Verletzungen. Am 31. Dezember starb die 29-Jährige. Der Fahrer war nicht betrunken, hatte aber laut Zeugen eine rote Ampel missachtet.

44 Menschen starben 2018 im Berliner Straßenverkehr

Die Frau war das 44. Todesopfer im Berliner Straßenverkehr. Nach der Statistik der Polizei starben 18 Fußgänger, 11 Radfahrer, 9 Motorrad- oder Rollerfahrer, 3 Autofahrer sowie 3 Lkw- oder Busfahrer.

Diese Gesamtzahl bewegt sich im Rahmen der vergangenen zehn Jahre

Zwischen 36 und 56. In den zehn Jahren davor hatte es noch deutlich mehr Tote gegeben. Bis zum September 2018 gab es 103 720 Unfälle. Dabei wurden 1976 Menschen schwer und 11 894 Menschen leicht verletzt. Die häufigsten Unfallursachen waren Fehler beim Abbiegen, Nichtbeachten der Vorfahrt und zu hohes Tempo.
Ein Warndreieck mit Schriftzug "Unfall"
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 3. Januar 2019