Gericht ordnet Fahrverbote für Dieselautos an

Gericht ordnet Fahrverbote für Dieselautos an

Das Verwaltungsgericht Berlin hat beschlossen, dass der Senat Fahrverbote für ältere Dieselfahrzeuge einführen muss. Zunächst sind elf Straßenabschnitte betroffen.

Fahrverbote für ältere Diesel-Fahrzeuge

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Blick auf die Auspuffrohre eines Diesel-Pkw

In Berlin wird es streckenbezogene Diesel-Fahrverbote geben. Wie das Verwaltungsgericht Berlin am Dienstag, den 9. Oktober 2018 bekanntgab, dürfen betroffene Fahrzeuge ab Umsetzung des Fahrverbots spätestens Ende Juni 2019 insgesamt elf Straßenabschnitte im Stadtgebiet nicht mehr befahren.

Diese Straßen sind vom Fahrverbot betroffen

Betroffen sind Diesel-Pkw und Diesel-Lkw der Schadstoffklassen Euro 1 bis Euro 5. Die für Diesel gesperrte Straßenabschnitte befinden sich an der Leipziger Straße, Reinhardtstraße, Brückenstraße, Friedrichstraße, am Kapweg, auf der Stromstraße und der Leonorenstraße. Eine Straße kann aus mehreren Straßenabschnitten bestehen.

Ausnahmen von Fahrverboten werden geprüft

Das Land Berlin muss die Anordnung bis Ende März nächsten Jahres beschließen. Bis zur Umsetzung bleiben zwei bis drei Monate Zeit. Ausnahmen für Handwerker und Anwohner müssen noch geprüft werden. Das es bei den elf genannten Straßenabschnitten bleibt ist unwahrscheinlich. Das Verwaltungsgericht ordnete ebenfalls an, dass das Land die Ausweitung der Fahrverbotszonen prüfen muss.

Fahrverbote solle für bessere Luft sorgen

Mit der Sperrung von elf besonders belasteten Abschnitten großer Straßen soll erreicht werden, dass der Grenzwert für den Schadstoff Stickstoffdioxid eingehalten wird. Dieselautos sind ein Hauptverursacher für schlechte Luft in Städten.
McLaren Senna
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Quelle: Verwaltungsgericht Berlin/BerlinOnline/dpa

| Aktualisierung: 9. Oktober 2018