Erdogan-Besuch: Protest und Straßensperrungen in Berlin

Erdogan-Besuch: Protest und Straßensperrungen in Berlin

Nach der Ankunft des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in Berlin haben in der Nacht auf Freitag in mehreren Bezirken Autoreifen und Mülltonnen gebrannt. Ob es einen Zusammenhang mit dem Besuch gab, war laut Polizei noch unklar. In Kreuzberg fand am Donnerstagabend eine unangemeldete Demonstration von 100 bis 150 Erdogan-Gegnern statt. Die größte von mehreren angemeldeten Protesten war für den Nachmittag geplant.

Türkischer Präsident in Deutschland

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Menschen mit türkischen Fahnen stehen an einer Straße und warten auf den türkischen Präsidenten Erdogan. Foto: A. Pollmann/Archiv

Der Verkehr in der Hauptstadt war weiter beeinträchtigt. Vor allem auf der Invalidenstraße in Mitte kam es am Morgen zu Staus, wie die Verkehrsinformationszentrale mitteilte. Grund war der Besuch Erdogans bei Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Schloss Bellevue.
Außerdem war der S-Bahn-Verkehr zwischen den Stationen Friedrichstraße und Tiergarten unterbrochen - wie lange war offen. Betroffen waren die Linien S3 zwischen Erkner und Spandau, S5 (Strausberg Nord und Westkreuz), S7 (Ahrensfelde und Potsdam) und S9 (Flughafen Schönefeld und Spandau).
Im Regierungsviertel und besonders um das Hotel Adlon am Brandenburger Tor, wo Erdogan wohnt, gab es weiter strenge Sicherheitsvorkehrungen der Stufe Eins. Bis zu 4200 Polizisten waren im Einsatz. Der Bereich war komplett gesperrt. Auf dem Adlon waren Scharfschützen postiert. Der Luftraum über Berlin war für private Sportflugzeuge sowie für Drohnen bis Samstagmittag gesperrt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 28. September 2018