Ein Jahr Carsharing-Gesetz: Verband fordert mehr Tempo

Ein Jahr Carsharing-Gesetz: Verband fordert mehr Tempo

Ein Jahr nach Inkrafttreten eines bundesweiten Carsharing-Gesetzes hat der Bundesverband Carsharing schleppendes Tempo bei der Umsetzung moniert. «Das ist unerfreulich, dass es sich so lange hinzieht», sagte Verbandsgeschäftsführer Willi Loose der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Es gebe zum Beispiel noch immer kein einheitliches Verkehrszeichen für Carsharing-Stellplätze.

Pkws eines Carsharing-Anbieters

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Pkws eines Carsharing-Anbieters stehen auf einem Parkplatz. Foto: Jan Woitas/Archiv

Seit dem 1. September 2017 ist der Weg frei für neue Anreize, um Carsharing-Angebote attraktiver zu machen, etwa mit Gratis-Parken und reservierten Stellflächen in begehrten Lagen. Doch da Straßenrecht Ländersache ist, betrifft das Gesetz nur Bundesstraßen.
«Das sind üblicherweise nicht die Stellen, wo Bedarf besteht», betonte Loose. In den Ländern werde die Umsetzung sehr unterschiedlich gehandhabt. In Berlin stehe zum Beispiel noch der zweite Teil des neuen Mobilitätsgesetzes aus. Mit dem Gesetz regelt das Land die Verkehrsplanung neu - der neue Teil soll dabei auch das Carsharing nochmal unter die Lupe nehmen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 30. August 2018