In Halle wird jetzt vollelektronisch rangiert

In Halle wird jetzt vollelektronisch rangiert

Nach viereinhalb Jahren Bauzeit ist am Freitag in Halle die neue Zugbildungsanlage der Deutschen Bahn offiziell in Betrieb genommen worden. «Halle steht mit seiner langen Eisenbahntradition wieder im Zentrum der Verkehrsströme», sagte der Konzernbevollmächtigte der Bahn für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, Eckart Fricke. Die Anlage verbindet über die Achse Berlin - München nicht nur den Norden und Süden Deutschlands, sondern dient vor allem als Schnittstelle für den Warentransport per Bahn von und nach Südosteuropa.

Neue Zugbildungsanlage in Halle (Saale) eingeweiht

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Eckart Fricke: Konzernbevollmächtigter der DB für die Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Foto: Jan Woitas

Die Investitionssumme beträgt rund 180 Millionen Euro. Die Anlage beansprucht eine Fläche von etwa 250 000 Quadratmetern und verfügt über 42 Kilometer Gleise, über die bis zu 2400 Güterwaggons pro Tag rollen können. Auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs von Halle entstand laut Bahn eine der modernsten Anlagen ihrer Art in Europa. Bei der Zusammenstellung von Zügen aus Einzelwaggons stellt sie ein Novum dar: Der gesamte Ablauf und Rangierbetrieb in den 36 Abfertigungsgleisen wird vollelektrisch gesteuert und überwacht.
Tatsächlicher Betriebsbeginn soll am Montag (2. Juli) sein. Nach Darstellung des Vorsitzenden der DB Cargo, von Roland Bosch, werden die Stahl- und Chemiebranche besonders profitieren.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 29. Juni 2018