Abrissarbeiten an Tribünendach: Avus erneut gesperrt

Abrissarbeiten an Tribünendach: Avus erneut gesperrt

Nach dem Beginn des Abrisses der früheren Zuschauertribüne an der Avus (A115) rollt der Verkehr am Dienstagmorgen, den 10. April 2018 wieder.

Abriss des Avus-Tribünendachs

© dpa

09.04.2018, Berlin: Baumaschinen stehen vor der maroden AVUS-Tribüne.

«Die ganz rechte Spur bleibt aber noch gesperrt, weil da noch Arbeitsmaterial liegt», sagte ein Sprecher von CandyStorm, dem Besitzer der Tribüne. Während der nächtlichen Abrissarbeiten war die Avus in dem Abschnitt stadtauswärts gesperrt.

Avus muss weitere Nacht gesperrt werden

Entgegen ursprünglicher Pläne muss die Strecke wegen des Abrisses noch eine weitere Nacht zwischen Dreieck Funkturm und Hüttenweg gesperrt werden. «Am Dienstagabend gehen die Arbeiten dann weiter», ergänzte der Sprecher. Noch einmal gibt es Sperrungen zwischen 22 Uhr und 6 Uhr, wie der rbb berichtete.

Tribüne bekommt ein neues Dach

Ab den Sommerferien sollen die Ränge an der einstigen Rennstrecke neu überdacht werden. Das Dach sei marode und einsturzgefährdet, so der Besitzer. Das denkmalgeschützte Bauwerk soll zum Ausstellungs- und Veranstaltungsort umgebaut werden. Zum 100-Jährigen der Avus 2021 soll die Tribüne fertig sein.

Veranstaltungsraum mit Blick auf die Autobahn

Die 1921 eröffnete Avus (Automobil-Verkehrs- und Übungsstrecke) gilt als erste Autobahn in Europa. Weil sie auch für Rennen genutzt wurde, gibt es die 200 Meter lange Tribüne direkt an der Fahrbahn, die aber schon seit Jahren verfällt. Der Besitzer will unter den Sitzreihen Büros bauen und auf der Kanzel in der Mitte der Tribüne einen verglasten Veranstaltungsraum mit Blick auf die Autobahn einrichten.
Die Nordschleife der Avus aus der Luft gesehen
© dpa

Avus

Auf der Avus, heute Teil der innerstädtischen Autobahn A 115, traten einst waghalsige Rennfahrer gegeneinander an. mehr

Baustelle
© dpa

Verkehrsnachrichten

Nachrichten zum öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) und zum Individualverkehr auf den Berliner Straßen. mehr

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 10. April 2018