Bahnstrecke Berlin-Stettin: Länder bieten Vorleistung an

Bahnstrecke Berlin-Stettin: Länder bieten Vorleistung an

Die Länder Berlin und Brandenburg pochen auf den zweigleisigen Ausbau der Bahnstrecke von Berlin nach Stettin und wollen dafür auch in Vorleistung gehen. 

Regionalbahn

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Ein Zug der Regionalbahn.

Die Länder wollen dem Bund und der Deutschen Bahn AG anbieten, sich finanziell an den zusätzlichen Planungskosten für einen zweigleisigen Ausbau zu beteiligen, sagte Brandenburgs Regierungschef Dietmar Woidke (SPD) am Donnerstag, den 22. Februar 2018 bei seiner «Zukunftstour Heimat» in der Uckermark auf dpa-Anfrage.

Bund plant eingleisigen Ausbau

Der Bund sieht lediglich eine eingleisige Elektrifizierung des Abschnitts von Passow (Kreis Uckermark) bis Stettin vor. Dies würde allerdings von Anfang an die Taktfrequenz der Züge limitieren, sagte Woidke. Zudem wäre es noch teurer, erst nachträglich das zweite Gleis zu planen und zu bauen. Auch Wirtschaftsvertreter in der Uckermark oder die Stadt Stettin hatten eine zweigleisige Verbindung gefordert.
Bei seiner Tour durch die Uckermark, einer der am wenigsten dicht besiedelten Regionen Deutschlands, informierte sich Woidke auch über die Kombibusse, die dort sowohl Fahrgäste als auch Pakete in entlegene Regionen bringen. Das in der Region entwickelte Modell sei inzwischen auch von anderen Regionen Deutschlands übernommen worden. «Das ist ein wunderbares Angebot», sagte Woidke. Ein weiteres Thema bei Gesprächen vor Ort war der Ausbau des Breitbandnetzes.
Baustelle
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 22. Februar 2018