Berlin diskutiert über das Pferdekutschen-Verbot

Berlin diskutiert über das Pferdekutschen-Verbot

Die Grünen-Fraktion im Abgeordnetenhaus schließt sich den Forderungen nach einem Verbot der umstrittenen Pferdekutschen in der Berliner Innenstadt an.

Pferdekutschen vor dem Brandenburger Tor

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Pferdekutschen stehen vor dem Brandenburger Tor in Berlin. Foto: Sebastian Kunigkeit/Archiv

Kutscher könnten die geltenden Kutschpferde-Leitlinien nicht erfüllen, ohne eine Ordnungswidrigkeit zu begehen, sagte die für Tierschutz zuständige Sprecherin der Fraktion, Claudia Hämmerling, am 30. Juni 2016. Sie warf der Landesregierung Blindheit beim Tierwohl vor.
Laut Leitlinie müssten sich die Pferde an Schattenplätzen mit naturbelassenem Boden ausruhen. An von Kutschern angegebenen Ruheplätzen, etwa dem Großen Tiergarten, seien Pferde wegen der empfindlichen Flächen aber gar nicht erlaubt, erklärte Hämmerling. Sie beruft sich auf Angaben des Grünflächenamts Mitte und eine Antwort auf eine eigene parlamentarische Anfrage.
Kutschfahrten werden vor allem in Berlin-Mitte für Touristen angeboten; 23 Kutschen sind laut Senat im Einsatz. Kritiker halten den Stadtverkehr und die Sommerhitze für nicht vereinbar mit dem Tierschutz. Vereinzelt hatte es auch Unfälle gegeben. Im Frühjahr forderten rund 70 000 Menschen via Petition ein Verbot der Kutschen. Bis heute sehe sich dafür kein Senator zuständig, sagte Hämmerling. 

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 30. Juni 2016 15:04 Uhr

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