Fernbus: Fahrgästen steht bei Gepäckverlust Schadenersatz zu

Fernbus: Fahrgästen steht bei Gepäckverlust Schadenersatz zu

Einige Fernbusunternehmen schließen die Haftung für verlorenes Gepäck in ihren AGB von vornherein aus. Rechtens ist das nicht imemr. Wann sie für den Schaden aufkommen müssen.

Fernbus-Reisende mit Gepäck

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Die meisten Fernbus-Unternehmen schließen in ihren Geschäftsbedingungen die Haftung für Gepäckstücke aus. Dennoch müssen sie manchmal für den Schaden aufkommen.

Fernbusunternehmen können die Haftung für verloren gegangenes Gepäck nicht einfach ausschließen. Das geht aus einem Urteil des Amtsgerichts München (Az: 283 Js 5956/15) hervor, worauf das «ARCD Clubmagazin» (Ausgabe 3/2016) hinweist.

Fernbusanbieter haften für verlorenes Gepäck

Demnach haben Fernbusunternehmen die Pflicht, neben Reisenden auch deren Gepäck zu transportieren. Für Koffer und Taschen ergibt sich damit eine Obhutspflicht für das Unternehmen. Geht ein Gepäckstück auf einer Busreise verloren, muss das Fernbusunternehmen für dessen Verlust haften.

Unternehmen schreiben Haftungsausschluss oft in AGB

Im konkreten Fall war der Koffer einer Frau auf einer Fahrt zwischen Dresden und München verloren gegangen. Der Bus hatte auf der Route an zwei weiteren Orten gehalten. Die Frau meldete ihren Verlust bei dem Unternehmen. Das verwies auf den generellen Haftungsausschluss in den eigenen Geschäftsbedingungen (AGB) und lehnte einen Ersatz ab.

Schadenersatzanspruch bei fehlenden Sicherungsmaßnahmen

Das war nicht rechtens, urteilte das Gericht. Es sei zumindest grob fahrlässig, keine Sicherungsmaßnahmen für das Gepäck zu treffen. Das Fernbusunternehmen muss deshalb Schadenersatz für den Kofferverlust an die Frau zahlen.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 17. März 2016