Symposion: Neues Musiktheater

Vor dem Hintergrund der immensen Vielfalt des neuen Musiktheaters stellt sich die Frage: Wie zugänglich ist ein neues Werk für ein breites Publikum? Warum ist das zeitgenössische Musiktheater im Vergleich zu neuen Arbeiten im Schauspiel oder der bildenden Kunst doch relativ unpopulär?

Bild 1
  • Chaya Czernowin – Lupi Spuma
    Lupi Spuma

    Chaya Czernowin – Lupi Spuma

  • Symposion im Foyer – Stephan Bögel
    Stephan Bögel

    Symposion im Foyer – Stephan Bögel

Seit mehr als 400 Jahren existiert mit der Oper eine Kunstform, die Text, Klang, Bild und Bewegung – also das Hören mit dem Sehen, die Musik mit dem Theater – verbindet. Und seit den ersten Anfängen ist die Diskussion über das Verhältnis von Musik und Wort, später auch von Bewegung und Bild nie abgeebbt – im Gegenteil: In den letzten 100 Jahren explodierten die Gestaltungsmöglichkeiten geradezu.

Das Feld, das heute „zeitgenössisches Musiktheater“ genannt wird, ist kaum mehr zu überblicken: Die breite Vielfalt des Neuen Musiktheaters offenbart sich dabei nicht nur im Vergleich der ganz individuellen musikalischen Handschriften und kompositorischen Techniken. Die Unterschiede reichen weiter. Sie machen sich fest in verschiedenen räumlichen Ansätzen – von der Guckkastensituation über Raumbühnen hin zu begehbaren Lösungen – oder in divergierenden Produktionsformen: Gibt es die klassische Abfolge von Text, Komposition und Inszenierung oder entsteht alles gleichzeitig, womöglich erst während der Proben, ohne zuvor notiertes Material?

Letztlich geht es dann um die grundsätzliche Frage, was „Werk“ und „Autorschaft“ heute eigentlich bedeutet und umfasst. Vor diesem Hintergrund der immensen Vielfalt des Neuen Musiktheaters stellt sich auch die Frage nach dem Publikum immer wieder neu: Wie zugänglich ist ein neues Werk für ein breites Publikum?

Warum ist das zeitgenössische Musiktheater im Vergleich zu neuen Arbeiten im Schauspiel oder der bildenden Kunst doch relativ unpopulär? Und wie ganz anders steht doch das Neue Musiktheater für junges Publikum da: Hier ist in den letzten Jahren ein regelrechter Boom zu verzeichnen.

Die Deutsche Oper Berlin war lange Zeit ein wichtiges Haus für Neues Musiktheater, in den letzten Jahren hat sie sich diesen Ruf wieder zurückerobert. Seit 2015 werden auf der Großen Bühne jährlich Uraufführungen gezeigt, von Georg Friedrich Haas, Andrea Lorenzo Scartazzini, Aribert Reimann und Detlev Glanert. Im Herbst 2019 folgt Chaya Czernowin, weitere sind geplant. Und die Spielstätte „Tischlerei“ ist ohnehin seit ihrer Eröffnung vor sieben Jahren ein Ort ausschließlich für das Zeitgenössische. Grund genug, das jährliche Symposion des Hauses anlässlich der Uraufführung von Chaya Czernowins "Heart Chamber" im November 2019 einer Standortbestimmung des Neuen Musiktheaters zu widmen.

Künstler/Beteiligte: Jörg Königsdorf (Mit), Chaya Czernowin (Mit), Claus Guth (Mit)

In Kooperation mit Kulturradio vom rbb

Helmut Surprise
© Ask Helmut

Tipp: Wundertüte für Events

Die «Helmut Surprise» ist das perfekte Geschenk für Musik- und Kulturliebhaber und alle, die neue Orte und interessanteste Künstler in Berlin entdecken möchten. mehr

Nahverkehr

U-Bahn
Bus

Alle Termine und Tickets

3 von insgesamt 3 Terminen

Alternative Veranstaltungen

Eventim

Methodisch Inkorrekt - Die Rockstars der Wissenschaft

Physiker Dr. Nicolas Wöhrl und Bestsellerautor Reinhard Remfort zeigen in mit unkonventionellen Experimenten und einer gehörigen Portion schwarzem Humor, dass Wissenschaft sehr viel mehr sein kann als unverständliche Kreidekritzelei und kompliziertes... mehr

Termin:
Freitag, 20. September 2019, 20:00 Uhr (1 weiterer Termin)
Ort:
Lindenpark - Potsdam
Adresse:
Stahnsdorfer Straße 76, 14482 Potsdam
Preis:
ab 30,15 €
Ticket-Hotline Ticket-HotlineOnline bestellen
„Davon glaube ich kein Wort” - Anekdoten und Geschichten aus der Welt der Wissenschaften
Quelle: Reservix-System

„Davon glaube ich kein Wort” Anekdoten und Geschichten aus der Welt der Wissenschaften

Hören Sie spannende, lehrreiche, humorvolle und traurige Anekdoten und Geschichten aus der Welt der Wissenschaften, unterhaltend vorgetragen von Prof. Ernst Peter Fischer. mehr

Nächster Termin:
„Davon glaube ich kein Wort” - Anekdoten und Geschichten aus der Welt der Wissenschaften
Termin:
Mittwoch, 11. September 2019, 20:00 Uhr
Ort:
Urania Berlin - Kleist-Saal
Adresse:
An der Urania 17, 10787 Berlin-Schöneberg
Preis:
ab 11,50 €
Online bestellen
Mindful Doctor

Mindful Doctor Konferenz 2019

Die Mindful Doctor Konferenz richtet sich an Ärzte und Führungskräfte im Krankenhaus. Das Anliegen ist es, den aktuellen Wertewandel in Zeiten der Digitalisierung menschlich zu gestalten und das Arbeitsumfeld in Krankenhäusern nachhaltig zu verbessern. mehr

Termin:
Freitag, 23. August 2019, 17:00 Uhr (1 weiterer Termin)
Ort:
Buddhistisches Tor Berlin
Adresse:
Grimmstraße 11B-C, 10967 Berlin-Kreuzberg
Mind - European Foundation for Psychedelic Science

Insight 2019

Die Insight 2019 ist eine öffentliche transdisziplinäre Konferenz über die Wissenschaft und Praxis psychedelischer Zustände. Diskutieren Sie mit internationalen Experten und jungen Forschern aus den Bereichen Medizin, Neurowissenschaft, Psychotherapie,... mehr

Termin:
Donnerstag, 05. September 2019, 17:00 Uhr (2 weitere Termine)
Ort:
Langenbeck-Virchow-Haus
Adresse:
Luisenstraße 58-59, 10117 Berlin-Mitte

Symposion 450 Jahre Staatskapelle Berlin

Genau 450 Jahre ist es her, dass die Kurbrandenburgische Hofkapelle, in deren direkter Kontinuität die Staatskapelle Berlin steht, erstmals erwähnt wurde – die Kapellordnung von 1570 kann gleichsam als die »Geburtsurkunde « des heutigen großen Opern-... mehr

Termin:
Freitag, 07. Februar 2020, 18:00 Uhr (2 weitere Termine)
Ort:
Schloss Charlottenburg
Adresse:
Spandauer Damm 22, 14059 Berlin-Charlottenburg

Fragen zum Veranstaltungskalender beantwortet unsere Hilfe. Nutzungsbedingungen finden Sie unter Informationen zu unseren Partnern und Nutzungsbedingungen.