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VORTRAG UND SZENISCHE LESUNG. "Müllerstraße. Jungens von heute"

Ein Jugendroman aus dem Berliner Stadtteil Wedding von 1932

Das Foto zeigt die einunddreißigjährige deutsch-jüdische Kinder- und Jugendbuchautorin Ruth Rewald mit ihrer Tochter Anja im Jahr 1937 im Exil in Paris – Das Original befand sich im Nachlass der Autorin, der nach seiner Beschlagnahmung durch die Gestapo einen abenteuerlichen Weg über Berlin und Moskau in das Zentrale Staatsarchiv der DDR in Potsdam nahm. Das Foto wurden von Rewalds Ehemann, Hans Schaul, dem Wuppertaler Literaturwissenschaftler, Dr. Dirk Krüger, für seine Dissertation übergeben.

Das Foto zeigt die einunddreißigjährige deutsch-jüdische Kinder- und Jugendbuchautorin Ruth Rewald mit ihrer Tochter Anja im Jahr 1937 im Exil in Paris – Das Original befand sich im Nachlass der Autorin, der nach seiner Beschlagnahmung durch die Gestapo einen abenteuerlichen Weg über Berlin und Moskau in das Zentrale Staatsarchiv der DDR in Potsdam nahm. Das Foto wurden von Rewalds Ehemann, Hans Schaul, dem Wuppertaler Literaturwissenschaftler, Dr. Dirk Krüger, für seine Dissertation übergeben.

Ruth Rewald war in den Dreißigern des letzten Jahrhunderts eine der beliebtesten zeitgenössischen Autorinnen der Jugendliteratur. Die jüdische Autorin floh 1933 nach Frankreich. Mit der 2023 erschienenen Neuauflage feiert der Roman im Berliner Verlag Walter Frey eine Rückkehr auf den Buchmarkt. 

Auf der Veranstaltung stellt Dr. Dirk Krüger das Leben sowie das Werk der Autorin vor. Julia Meier liest aus Ruth Rewalds Roman Müllerstraße. Jungens von heute.

Buchinhalt (Auszug): „Anfang der 1930er-Jahre, die Müllerstraße im Berliner Norden: sie ist das quirlige Zentrum des Wedding. Hier leben Geuni und seine Freunde. Die Sommerferien haben begonnen, doch der erhoffte Aufenthalt auf dem Land fällt aus: die Eltern arbeitslos, keine finanzielle Hilfe seitens der Stadt - Folgen der Weltwirtschaftskrise von 1929. Um ihre Ferienpläne gebracht, macht sich unter den Freunden Langeweile und Streit breit. Doch sie haben eine Idee: auf dem Flachdach eines Hauses in der Müllerstraße legen sie einen Garten an, wo sie gemeinsam mit einem Mädchen ein selbstverfasstes Theaterstück aufführen wollen... 

Wie die Gruppe dieses Projekt umsetzt – mit viel Witz und Phantasie, trotz Hindernissen materieller Art und Widerstände der Erwachsenen –, das beschreibt Ruth Rewald anschaulich, spannend und kenntnisreich, und sie gibt einen Einblick in die damaligen Lebensverhältnisse.

Als Jüdin und als Linke musste sie 1933 emigrieren und lebte in Paris. Aus ihrem Zufluchtsort wurde sie 1942 nach Auschwitz deportiert und dort ermordet. Anderthalb Jahre später erlitt ihre sechs Jahre alte Tochter das gleiche Schicksal; auch sie wurde deportiert und in Auschwitz ermordet. 

Es bleibt die Erinnerung - und Ruth Rewalds Werk: ein wichtiger Beitrag zur deutschsprachigen Kinder- und Jugendliteratur.“

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Entgelt frei.

Treffpunkt: Mitte Museum

Preisinformationen: Entgelt frei.

Anmeldung/Buchung: Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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