Steglitzer Schlosspark-Theater muss geschlossen bleiben

Steglitzer Schlosspark-Theater muss geschlossen bleiben

Der Kabarettist Dieter Hallervorden (85) ist mit dem Eilantrag gegen die vorübergehende Schließung seines Berliner Theaters vorerst gescheitert.

Puppen auf den Sitzplätzen des Schlosspark-Theaters

© dpa

Puppen auf den Sitzplätzen des Schlosspark-Theaters

Das Verwaltungsgericht Berlin hat seinen Antrag gegen die Corona-Eindämmungsverordnung des Landes zurückgewiesen, wie ein Gerichtssprecher am 12. November 2020 sagte. Zur Begründung hieß es unter anderem, dass sich die Ausbreitung der Pandemie beschleunige. Viele Infektionsketten seien nicht mehr nachvollziehbar.
«Als demokratisch gesinnter Staatsbürger habe ich diese Entscheidung zu respektieren», teilte Hallervorden mit. Er werde die Urteilsbegründung lesen und daraus seine Schlüsse ziehen. Am 21. November werde er sich zusammen mit weiteren Künstlern von der Bühne des Schlosspark-Theaters per Livestream an die Öffentlichkeit wenden, kündigte Hallervorden an. «Ich jedenfalls gebe die Hoffnung nicht auf.»
Seit Anfang November gelten bundesweit strengere Vorgaben. Laut Infektionsschutzverordnung des Landes Berlin müssen beispielsweise Restaurants, Kneipen und Kinos schließen. Verboten sind auch Konzerte und Theateraufführungen vor Publikum. Die Einschränkungen sollen bis Monatsende gelten. Damit soll unter anderem vermieden werden, dass die Intensivstationen überlastet werden.
Das Verwaltungsgericht hatte in den vergangenen Tagen schon Eilanträge von Gastronomen gegen die Schließung ihrer Lokale zurückgewiesen, auch ein Konzertverbot wurde bestätigt. Die Revision zum Oberverwaltungsgericht ist in der Regel möglich.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 12. November 2020