Theaterchef Thomas Ostermeier: «Der Schock sitzt tief»

Theaterchef Thomas Ostermeier: «Der Schock sitzt tief»

Thomas Ostermeier (49), künstlerischer Leiter der Berliner Schaubühne, hat das Ergebnis der Bundestagswahl als großen Schock gezeichnet.

Schaubühne Berlin

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Aussenansicht der Berliner Schaubühne. Foto: Jens Kalaene/Archiv

Viele Menschen haben seiner Ansicht nach die AfD aus Protest gewählt und nicht deshalb, weil sie überzeugte Rechtsextremisten sind. Dennoch: «Der Schock sitzt tief», sagte Ostermeier am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Die AfD-Wähler müsse man nun durch kluge Argumentation wieder zurückholen, so der Regisseur und Theaterleiter.
«Die AfD ist keine bürgerliche Partei, sondern eine rassistische, homophobe und in vielen Fällen auch frauenverachtende Partei», sagte Ostermeier. Man müsse den Wählern klar machen, dass sich die AfD nicht um ihre Ängste kümmere, die vor allem Ängste vor einem weiteren Sozialabbau seien.
Ironisch gemeint schlug Ostermeier vor, dass Angela Merkel von der CDU in die SPD wechseln solle und es dann doch wieder große Koalition gibt. «Frau Merkel könnte dann ihre sozialdemokratische Politik in einer sozialdemokratischen Partei machen und die CDU/CSU könnte hoffentlich dann wieder den rechten Rand in der Gesellschaft zum Großteil abdecken.»
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 25. September 2017