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In der Sache J. Robert Oppenheimer

von Heinar Kipphardt

Er gilt als der "Vater der Atombombe", war Direktor der Laboratorien in Los Alamos, in denen dieses "Patentspielzeug" entwickelt wurde und hat den Abwurf der Bombe auf Hiroshima bis hin zur Zündhöhe wissenschaftlich begleitet: Dr. J. Robert Oppenheimer.

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Keine zehn Jahre später, im April 1954, wird er von der Atomenergiekommission in Washington verhört und muss sich verantworten – politisch, moralisch und wissenschaftlich – für die Waffe, die er geschaffen hat, für die Geschwindigkeit dieser Entwicklung und für seine Amerika-Treue.

Die tatsächlichen Verhöre, die Heinar Kipphardt als einer der prägenden Autoren des dokumentarischen Theaters für dieses Stück verdichtet hat, sind ein Musterbeispiel für das Verantwortungsproblem des technischen Fortschritts, an dessen Spitze längst nicht mehr nur die Atomtechnologie, sondern auch die Digitalisierung, die Genforschung und die Entwicklung der Künstlichen Intelligenz stehen. Die Schaffung neuer Möglichkeiten der Zerstörung, Überwachung und menschlichen Selbstüberschreitung bis hin zur Überwindung der Sterblichkeit im Sinne einer "transhumanity" beschreibt die Doppelgesichtigkeit der Prozesse, die von Menschen gemacht, aber in ihren Konsequenzen weder zu ermessen noch zu kontrollieren sind. Und dennoch scheinen sie – einmal begonnen – unumkehrbar.

Künstler/Beteiligte: Christopher Rüping (Regie), Jonathan Mertz (Bühne), Lene Schwind (Kostüme), Christoph Hart (Musik), Sebastian Peise (Video-Liveschnitt), Cornelia Gloth (Licht), John von Düffel (Dramaturgie), Wiebke Mollenhauer, Felix Goeser, Katharina Matz, Maike Knirsch, Camill Jammal, Michael Goldberg

Laufzeit: Sa, 07.09.2019 bis Do, 03.10.2019

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