Champions League: BR Volleys sehen nur «Außenseiterchance»

Champions League: BR Volleys sehen nur «Außenseiterchance»

Die Berlin Volleys haben eigentlich keine Chance mehr. Das weiß auch Kaweh Niromand. «Jetzt noch an das Weiterkommen zu glauben, wäre wohl vermessen», sagte der Manager der Berliner der Deutschen Presse Agentur vor dem Viertelfinal-Rückspiel bei Italiens Vertreter Trentino Volley am Donnerstag (19.00 Uhr/XYZ Sports.tv).

Das Hinspiel in der Max-Schmeling-Halle haben die BR Volleys am vergangenen Donnerstag 1:3 verloren. Das bedeutet: Um ins Halbfinale einzuziehen, benötigen sie in Trient wegen der geltenden Punktwertung nicht nur einen 3:0- oder 3:1-Sieg, sondern müssten sich anschließend unabhängig von einem verlorenen Satz auch noch in einem sogenannten Golden Set, gespielt nach Tiebreak Regeln bis zum 15. Punkt, durchsetzen. Ein 3:2-Sieg würde nicht zum Weiterkommen reichen.
Aufgeben ist für Niromand dennoch keine Option. «Wenn wir erfolgreich an ein paar Stellschrauben drehen, haben wir vielleicht eine ganz kleine Außenseiterchance.» Diese Zuversicht resultiert bei ihm aus dem Auftritt der Mannschaft in der ersten Partie gegen die Italiener. «Da waren wir nicht weit weg vom Gegner», meinte der 68-Jährige.
Besonders im zweiten und dritten Satz (23:25, 28:26) bewegte sich der Bundesliga-Dritte auf Augenhöhe mit Trentino. Ihre Schwachstellen in dem Spiel haben die BR Volleys inzwischen gründlich analysiert. Die Lehren daraus: «Wir müssen besser in der Annahme stehen und im Spielaufbau überlegter vorgehen als im Hinspiel», sagte der Manager.
Positiv überrascht hatten die BR Volleys gegen Trentino mit ihren Aufschlägen. Insgesamt 88 Mal traten Berliner Spieler zum Service hinter die Grundlinie. Dabei wurden in der Statistik nur 17 Fehlaufschläge registriert. Demgegenüber standen immerhin acht Asse und damit zwei mehr, als die Italiener zustande brachten. «Unsere Quote im Aufschlag war überragend. Das müssen wir beibehalten», meinte Niroomand.
Viel wird davon abhängen, ob die BR Volleys diesmal den 2,01 Meter großen Niederländer Nimir Abdel-Aziz besser unter Kontrolle bekommen. Der 28-jährige Diagonalangreifer von Trentino stellte im Hinspiel die Annahme der Berliner ein ums andere Mal vor erhebliche Probleme. Er holte allein 28 Punkte für sein Team.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 3. März 2021 09:19 Uhr

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