Berlin Volleys stoßen in Europa an ihre Grenzen

Berlin Volleys stoßen in Europa an ihre Grenzen

Den Favoriten geärgert, aber die Überraschung verpasst: Die Berlin Volleys sind im europäischen Volleyball an ihre Grenzen gestoßen. «Wir waren nicht weit weg, haben aber deutlich unsere Schwachstellen aufgezeigt bekommen», kommentierte Manager Kaweh Niroomand die 1:3 (19:25, 23:25, 28:26, 17:25)-Niederlage gegen Italiens Vertreter Trentino Volleys im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League: «Mir schien, dass unsere Spieler zu viel Respekt vor dem Gegner hatten und nicht befreit aufspielen konnten.»

Damit sind die Chancen auf einen Halbfinal-Einzug für die Berliner auf eine Minimum geschrumpft. Im Rückspiel am kommenden Donnerstag in Trient müssten die BR Volleys zunächst 3:0 oder 3:1 gewinnen und sich anschließend auch noch in einem sogenannten Golden Set durchsetzen. «Trentino ist verwundbar. Wir werden noch einmal alles versuchen», versprach Berlins französischer Angreifer Timothee Carle kämpferisch. Auch Mittelblocker Anton Brehme sieht die Lage nicht völlig hoffnungslos: «Wir geben im Rückspiel noch einmal Vollgas, müssen uns aber in puncto Cleverness und Spielfreude steigern.»
Ein elementares Problem besteht darin, wie die Kreise von Trentinos Top-Angreifer Nimir Abdel-Aziz gestört werden können. Der 2,01 Meter große Niederländer avancierte in der Max-Schmeling-Halle zum Alleinunterhalter. Er versenkte 28 Bälle im Feld des Gegners, holte also mehr als ein Viertel aller Punkte für sein Team.
«In der Annahme waren wir nicht stabil genug», klagte Niroomand. Selbst der mit 28:26 gewonnene dritte Satz gab den BR Volleys keinen entscheidenden Auftrieb. «Trentino hat uns extrem unter Druck gesetzt», räumte Carle ein. Er sah das eigene Team deshalb oft in eine Art Notwehrsituation versetzt: «Manchmal konnten wir nur noch versuchen, den Ball irgendwie im Spiel zu halten.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 26. Februar 2021 09:09 Uhr

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