Königsklasse: Nur zwei Gegner für Volleys

Königsklasse: Nur zwei Gegner für Volleys

Corona sorgt auch in der Champions League der Volleyballer für kurzfristige Absagen. Wegen drei positiv auf das Virus getesteter Spieler kann das polnische Team Jastrzesbki Wegiel nicht am ersten Turnier der Gruppe C in Berlin teilnehmen. Gastgeber BR Volleys hat damit zunächst nur noch zwei Gegner, teilt der Verein am Sonntag mit.

Die Hände eines Volleyball-Spielers sind mit Tape umwickelt

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Die Finger und Handgelenke eines Volleyball-Spielers sind mit Tape umwickelt.

Ab Dienstag treffen die Berliner in der Schmeling-Halle auf Sloweniens Dauertitelträger Volley Ljubljana. Am Mittwoch folgt an gleicher Stätte die Partie gegen Russlands Topteam Zenit Kasan. Zuschauer sind wegen der Corona-Pandemie nicht zugelassen. Alle Teammitglieder von Wegiel haben sich noch vor der Abreise nach Deutschland in häusliche Quarantäne begeben.
Die Volleys fühlen sich gut gerüstet für die anstehenden schweren Aufgaben in der europäischen Königsklasse. «Wir haben einen richtig starken Volleyball gespielt. Auch der Spirit in der Mannschaft hat gestimmt», sagte Trainer Cedric Enard nach dem überzeugend herausgeholten 3:0 (25:17, 25:21, 25:19)-Sieg im Bundesligaspiel bei der SVG Lüneburg am Samstag.
Auf die gelungene Generalprobe soll in der Gruppenphase der Champions League die Kür folgen. Kasan ist nach der Absage von Wegiel Topfavorit aufs Weiterkommen. Doch der engagierte Auftritt der BR Volleys in Lüneburg stimmt Enard optimistisch. «In unserer Mannschaft ist positive Energie spürbar», sagte der 44-Jährige.
In Lüneburg profitierten die Volleys auch von der Rückkehr ihres Angreifers Timothee Carle. Der Franzose hatte wegen einer Bauchmuskelzerrung rund zwei Wochen lang pausiert. Zwar holte Benjamin Patch nicht zuletzt dank seiner ungewöhnlichen Sprungkraft die meisten Punkte für die Berliner (20). Aber an Effektivität wurde der US-Amerikaner von seinem Mitspieler noch übertroffen. Carle, der elf Punkte zum Erfolg beisteuerte, hatte eine Angriffsquote von 73 Prozent, Patchs Wert lag bei 63 Prozent.
«Man hat gesehen, wie wertvoll Tim Carle für unsere Mannschaft ist», lobte Enard. Der Volleys-Trainer wollte dadurch die Leistung der anderen Spieler aber keineswegs schmälern. Also sagte er auch: «Alle bei uns haben explosiv und frisch gewirkt.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 6. Dezember 2020 17:10 Uhr

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