BR Volleys: «Unbedingten Siegeswillen neu entwickeln»

BR Volleys: «Unbedingten Siegeswillen neu entwickeln»

Cedric Enard reagierte stocksauer. «Nur weil auf unseren Trikots 'BR Volleys' steht, gewinnt man kein Spiel», schimpfte der Chefcoach des Berliner Volleyball-Bundesligisten, nachdem sich seine Mannschaft am Samstag beim Außenseiter Bisons Bühl eine peinliche 1:3 (22:25, 18:25, 28:26, 22:25)-Niederlage eingehandelt hatte. Die Konsequenz des französischen Trainers: «Das, was uns in der vergangenen Saison ausgezeichnet hat, dieser unbedingte Siegeswille, muss neu entwickelt werden.»

Cedric Enard

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Trainer Cedric Enard.

Zuvor hatte der Hauptstadtclub fast 18 Monate lang alle Pflichtspiele gegen nationale Konkurrenten gewonnen. Nach insgesamt 30 Siegen in der Bundesliga, dem Pokal und im Supercup ist diese Erfolgsserie nun gerissen. Dem mit großer Leidenschaft kämpfenden Gegner aus Bühl hatten die BR Volleys einen recht uninspirierten Auftritt entgegengesetzt. «Man hat gesehen, was passiert, wenn wir nicht bereit sind, an unser Limit zu gehen», ärgerte sich Enard über die Einstellung seiner Spieler.
Vermeintliche Führungskräfte wie Diagonalangreifer Benjamin Patch oder Mittelblocker Eder Carbonera blieben weit unter ihren Möglichkeiten. Dabei waren die Volleys noch gut reingekommen in die Partie. Im ersten Satz führten sie bei der zweiten Technischen Auszeit deutlich mit 16:10. Doch dann riss der Faden abrupt. Angetrieben von ihrem überragenden Angreifer Tomas Lopez, einem 26 Jahre alten Argentinier, trieben die Bisons den Favoriten mehr und mehr in die Enge. «Das war von uns zu wenig in Aufschlag und Angriff», klagte Enard.
Viel Zeit, die Niederlage zu verarbeiten, bleibt nicht. Schon am Mittwoch folgt für die Volleys in der Bundesliga das kleine Derby beim VC Olympia Berlin, dessen Team praktisch identisch ist mit der deutschen Junioren-Nationalmannschaft.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 1. November 2020 11:06 Uhr

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