Volleys träumen von zehntem Meistertitel

Volleys träumen von zehntem Meistertitel

Zweites Spiel, erster Sieg: Die Berlin Volleys sind in den Playoffs um die deutsche Meisterschaft gegen Friedrichshafen im Soll. Manager Kaweh Niroomand ist aber noch nicht restlos zufrieden.

Sebastian Kühner

© dpa

Der Berliner Volleyballer Sebastian Kühner bedankt sich nach einem Spiel beim Fanclub des Vereins.

Der Traum vom Gewinn des zehnten Meistertitels lebt weiter bei den Berlin Volleys. Vor dem dritten Playoff-Finalspiel gegen den VfB Friedrichshafen am Sonntag (14.30 Uhr) in der ZF Arena am Bodensee stellte Mannschaftskapitän Sebastian Kühner seinen Erfolgsplan vor: «Ein Auswärtssieg ist für uns sicher nicht unmöglich. Und dann hätten wir zu Hause den Matchball.»
Diese Chance haben sich die BR Volleys hart erarbeitet. Am Donnerstagabend gelang den Berlinern in einem dramatischen und teilweise hochklassigen Match ein 3:2 und damit der 1:1-Ausgleich in der Finalserie Best of five. Wer drei Siege hat, ist Meister.
Mit dem Erfolg haben sich der Titelverteidiger auf jeden Fall schon mal ein weiteres Heimspiel am 8. Mai (18.30 Uhr) gesichert. Allein das verspricht ein Erlebnis der speziellen Art: Im ersten Final-Heimspiel gab es in der Max-Schmeling-Halle mit 7309 Zuschauern einen Saison-Rekordbesuch (bisher: 7276 auch gegen den VfB in der Normalrunde). «Solch eine Kulisse beim Volleyball - das ist europaweit einmalig», schwärmte Manager Kaweh Niroomand.
Zum Erfolgsabend trug ein früher Personaltausch auf der Position des Hauptangreifers bei. Der stark verunsichert spielende Benjamin Patch musste seinem US-Kollegen Kyle Russell weichen. «Ich mag diese großen Momente», sagte Russell. Der 25-Jährige war am Ende mit 26 Punkten bester Angreifer auf dem Feld. Niroomand hielt Russells Auftreten noch unter einem anderen Aspekt für wertvoll: «Er hat bei uns die nötige Emotionalität aufs Feld gebracht.»
Mit seinem unbändigen Willen riss Russell seine Mitspieler mit. Besonders die eher verhalten beginnenden Samuel Tuia und Moritz Reichert blühten auf. «Dieser Kampfgeist war enorm wichtig, weil das Spiel der Friedrichshafener gewandter war als unseres. Sie waren immer sehr schnell am Ball», meinte Niroomand.
Den Tiebreak gewannen die BR Volleys nach einem wahren Krimi nur hauchdünn mit 15:13, und das nicht zuletzt dank einer Steigerung im Abwehrverhalten. «In der Phase haben wir endlich auch mal ein paar Bälle knapp vor der Bodenberührung hochgeholt», sagte Niroomand.
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Ohnehin war der Manager nicht uneingeschränkt zufrieden mit der Vorstellung der eigenen Mannschaft. Sein Fingerzeig im Hinblick auf die dritte Partie in Friedrichshafen am Sonntag: «Wir schlagen noch zu oft die einfachen Angriffsbälle ins Aus. Das müssen wir unbedingt abstellen.»
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 3. Mai 2019 11:09 Uhr

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