Union und Augsburg trennen sich 0:0

Union und Augsburg trennen sich 0:0

Auch der FC Augsburg hat es nicht geschafft. Der 1. FC Union Berlin ist in Bundesliga-Heimspielen nicht zu bezwingen. Innerhalb eines Jahres haben die Eisernen nun allen 17 Kontrahenten keinen Dreier im Stadion an der Alten Försterei gewährt. Gegen den FC Augsburg, der vor 357 Tagen als bislang letzter Gastverein in Berlin-Köpenick gewinnen konnte, kam Union am Samstag vor 10.207 Zuschauern zu einem hart erkämpften 0:0.

1. FC Union Berlin - FC Augsburg

© dpa

Unions Trainer Urs Fischer (r) und Co-Trainer Markus Hoffmann verfolgen das Spiel am Spielfeldrand.

Vor dem ersten Europapokal-Gruppenspiel in der Conference League bei Slavia Prag am Donnerstag setzte die Mannschaft von Trainer Urs Fischer damit noch eine Serie fort. Neben den insgesamt 19 Bundesliga-Heimspielen ist Union saisonübergreifend in drei Wettbewerben in neun Spielen ohne Niederlage. Der Eiserne Riegel soll nun auch international halten. Augsburg wartet nach vier Saisonspielen in der Fußball-Bundesliga auf ein Erfolgserlebnis. Das 3:1 in Berlin aus dem Vorjahr ist fast in Vergessenheit geraten.
Augsburg, ein Angstgegner? So weit hatte Fischer trotz der nur noch vagen Negativerinnerung auch nicht gehen wollen. Dass der FCA aber besser sei als der Tabellenstand, diese Prognose sah der Coach der Eisernen doch bestätigt. Kompakt und kämpferisch stark nahmen die bayerischen Schwaben den in der Alten Försterei notwendigen Spielstil an. Florian Niederlechner prüfte nach fünf Minuten erstmals seinen früheren Teamkollegen Andreas Luthe im Union-Tor.
Auf der Gegenseite war der Ex-Unioner Schlussmann Rafal Gikiewicz beim Versuch von Niko Gießelmann (9.) aus kurzer Distanz aufmerksam. Als der Linksverteidiger kurz darauf den Innenpfosten traf (11.) wäre der mit Pfiffen und Applaus bei der Rückkehr nach Berlin bedachte polnische Torwart chancenlos gewesen.
Für die spektakulären Paraden war Luthe (31./33.) zuständig. Einen Schuss von Amaral Iago fischte er aus dem Winkel, nach dem folgenden Eckball entschärfte er auch den Versuch von Reece Oxford sehenswert. Die Berliner fanden nicht zu ihrem unangenehmen Umschaltspiel. Die körperbetonte Abwehrarbeit gefiel weder Taiwo Awoniyi noch Max Kruse, der ungewohnt ungenau in seinen Zuspielen war.
Niederlechner (47.) bot sich auch in der zweiten Halbzeit bei einem Flugkopfball die erste Möglichkeit. Und überhaupt ging das Spiel ziemlich identisch weiter. Viele Zweikämpfe, viel Positionsspiel im Mittelfeld - und ein Aluminiumtreffer für Union. Diesmal setzte Marvin Friedrich (64.) einen Kopfball an die Latte. Die nächste Parallele: Luthe rettete gegen Oxford (66.) aus kurzer Distanz. Seinen Moment hatte aber auch noch Gikiewicz, der innerhalb weniger Sekunden stark gegen Awoniyi und Andreas Voglsammer (75.) parierte.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Samstag, 11. September 2021 19:23 Uhr

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