Kruses Wiedersehen mit Werder: Heiß auf den «Ex»

Kruses Wiedersehen mit Werder: Heiß auf den «Ex»

Urs Fischer lässt seine Spieler ein bisschen in Ruhe. Sie sollen sich bestmöglich regenerieren. «Wir haben keinen Stress, wir haben genügend Zeit zur Verfügung», sagt Fischer. Zwischen der Niederlage bei Borussia Dortmund und dem Heimspiel des 1. FC Union Berlin an diesem Samstag (15.30 Uhr/Sky) liegen aber nur zwei Tage.

Max Kruse

© dpa

Bremens Max Kruse.

Verletzt ist keiner aus dem Kader vom Mittwoch, von den angeschlagenen Akteuren kommt aber auch keiner dazu. Angeführt von einem, der so viele Spiele in der Fußball-Bundesliga für den SV Werder absolvierte, wie für keinen seiner anderen Vereine, wollen die Eisernen ihre beeindruckende Heimserie ausbauen und an der Umsetzung des neue Ziels Europapokalplatz arbeiten.
Max Kruse übernimmt dabei eine wichtige Rolle. Der 33-Jährige ist mehr als bereit für das Wiedersehen mit Werder. «Max ist heiß, natürlich, wenn es gegen seinen Ex-Club geht», sagte Fischer am Freitag in einer digitalen Medienrunde vor dem Heimspiel an diesem Samstag (15.30 Uhr/Sky). Von Mitte 2007 spielte Kruse zunächst für zwei Jahre bei den Bremern. Nach einigen anderen Stationen kehrte er im Sommer 2016 für drei Jahre zurück.
Der ehemalige Nationalspieler bestritt in der Meisterschaft für Bremen seine meisten Partien (85). Mit 32 erzielte er auch seine meisten Bundesliga-Tore im Bremer Trikot.
«Er ist auf dem richtigen Weg», lobte Fischer Kruse am Tag vor dem Wiedersehen. Ob er den Offensivmann gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber von Beginn an aufstellen wird, ließ Fischer - wie eigentlich immer in Personalfragen - offen. Nach einem Muskelbündelriss Ende vergangenen Jahres und einer wochenlangen Verletzungspause stand Kruse in den vergangenen acht Partien der Unioner allerdings durchweg in der Startelf.
Dass Kruse in bisher zehn Spielen gegen seinen Ex-Club Werder fünf Tore erzielte, spricht auch für Kruse. Ohnehin ist Fischer voll des Lobes für den 33-Jährigen, den sich Union im September 2020 ablösefrei geschnappt hatte. «Ich bin wirklich sehr zufrieden. Man hat gesehen, dass Max wichtig ist für unser Spiel. Er ist ein Verbindungsspieler, hat Ideen im Kopf, was uns hilft.»
Gegen die seit sechs Spielen nun schon punktlosen und gegen den Abstieg kämpfenden Werderaner wollen die heimstarken Berliner - seit 14 Spielen im Stadion an der Alten Försterei ungeschlagen - angeführt von Kruse ihre Chancen auf einen internationalen Startplatz nach der 0:2-Niederlage zuletzt gegen Borussia Dortmund wahren.
«Wir wollen alles daran setzen, die anderen über uns noch ein bisschen zu ärgern», sagte der Schweizer Coach des Tabellenachten aus Berlin. Einen Vorteil gegenüber Konkurrenten um Europa wie Bayer Leverkusen oder Borussia Mönchengladbach sieht Fischer nicht, weil auf denen mehr Druck lastet, sich zu qualifizieren. Solche Teams würden den Druck kennen, betonte Fischer.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 23. April 2021 15:09 Uhr

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