Nach Elfmeter-Ärger: Union bleibt «hartnäckig»

Nach Elfmeter-Ärger: Union bleibt «hartnäckig»

Den Ärger über ein Elfmeter-Geschenk für Dortmund und doppeltes Alu-Pech nahmen Spieler und Verantwortliche des 1. FC Union mit zurück nach Berlin. Doch das 0:2 beim Champions-League-Aspiranten Borussia soll keine größeren Auswirkungen auf den Endspurt in der Fußball-Bundesliga haben. «In der Tabelle ist nicht viel passiert», erklärte Kapitän Christopher Trimmel nach der siebten Saison-Niederlage und versprach vor dem nächsten Heimspiel am Samstag (15.30 Uhr) gegen Werder Bremen: «Wir bleiben hartnäckig, geben unser Bestes und werden sehen, was rauskommt.»

Christopher Trimmel

© dpa

Unions Abwehrspieler Christopher Trimmel mit Maske vor einem Spiel in Berlin.

Mit 43 Punkten auf Rang acht ist zumindest noch die Chance auf einen Startplatz in der neuen Conference League greifbar, für den am Ende Platz sieben reichen könnte. Alle Profis sind heiß darauf, eine schon jetzt gelungene Saison mit einer Rückkehr des Vereins auf die europäische Bühne nach 20 Jahren zu krönen.
«Das hat nichts mit Träumen zu tun. Es sind nur noch vier Spiele. Wir stehen da, wo wir stehen», sagte Torwart Andreas Luthe bei Sky. 2001 hatte Union als unterlegener Pokalfinalist gegen Schalke im UEFA-Cup gespielt und war unter Trainer Georgi Wassilew in der zweiten Runde gegen Litex Lowetsch aus Bulgarien ausgeschieden.
Allerdings wissen die Eisernen auch, was sie in den letzten Saisonspielen gegen Bremen, in Wolfsburg, in Leverkusen und gegen Leipzig besser machen müssen als gegen den BVB. «In der zweiten Hälfte hat man den Unterschied schon gesehen. Aber wir hatten auch unsere Momente. Da musst du wirklich sehr effizient sein. Da musst du eben auch Tore erzielen», erklärte Trainer Urs Fischer.
Ein Schuss von Marcus Ingvartsen landete schon nach zwölf Sekunden an der Unterkante der Latte. Max Kruse scheiterte später mit einem Freistoß an den Fingerspitzen von Marwin Hitz und am Pfosten. «Das war eine Schlüsselszene», räumte der Dortmunder Torwart ein.
Die andere war der Elfmeter, den Schiedsrichter Daniel Schlager nach einem Rettungsversuch von Luthe gegen Reus gab. Der Union-Torhüter schilderte: «Marco hebt schon extrem früh ab und will den Elfmeter. Es war einfach kein klarer Kontakt.» Und Trimmel urteilte: «Das ist erst eine Schwalbe, bevor der Kontak da war.» Dem Referee wollte er keinen Vorwurf machen: «Der Video-Schiedsrichter muss es sehen.»
Zwar scheiterte Erling Haaland mit dem Elfmeter noch an Luthe, doch mit Glück bugsierte Reus den Abpraller über die Linie. Und Raphael Guerreiro zerstörte kurz vor Schluss mit dem 2:0 endgültig die Hoffnungen der Berliner auf einen Punktgewinn. «Es war mehr drin. Dortmund hat uns eiskalt bestraft», bemerkte Luthe.
Der Union-Tross ist nun nach der Rückreise aus Dortmund bis zum Spiel gegen Werder im Teamhotel isoliert, noch bevor das die Deutsche Fußball-Liga am Donnerstag für die Saison-Endphase obligatorisch gemacht hat. Samstag soll dann zuhause der nächste Schritt Richtung Europa-Rückkehr gelingen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 22. April 2021 14:23 Uhr

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