Schlotterbeck: «Im Spiel ist mein Bruder mein Gegner»

Schlotterbeck: «Im Spiel ist mein Bruder mein Gegner»

Nico Schlotterbeck vom 1. FC Union Berlin gibt sich vor einem möglichen Bruder-Duell am 22. Spieltag der Fußball-Bundesliga gnadenlos.

Nico Schlotterbeck jubelt

© dpa

Der Berliner Nico Schlotterbeck (l) bejubelt einen Treffer.

«Im Spiel ist er mein Gegner, nicht mein Freund», sagte der 21 Jahre alte Verteidiger am Mittwoch in einer digitalen Pressekonferenz vor dem Spiel beim SC Freiburg am Samstag (20. Februar 2021). Union hat Nico Schlotterbeck für ein Jahr vom SC Freiburg ausgeliehen, Nicos zweieinhalb Jahre älterer Bruder Keven spielte vergangene Saison für die Köpenicker. Seitdem ist er wieder beim Sport-Club.
In der Hinrunde beim 1:1 am 5. Spieltag im Stadion An der Alten Försterei war das Duell wegen einer Verletzung von Nico ausgefallen, sein Bruder saß lediglich auf der Bank. Auch jetzt ist noch nicht ganz klar, ob Keven trotz muskulärer Probleme auflaufen kann. Sollte es zu dem Duell kommen, stellt Nico klar: «Wenns drauf ankommt, werde ich ihn umhauen.» Bei früheren Aufeinandertreffen waren beide Abwehrspieler bei Standards zugeteilt worden.
Nach dem möglichen Wiedersehen auf dem Platz schaltet Nico aber sofort wieder in den Familienmodus. «Wir mögen das nicht, als Brüder verglichen zu werden. Ich gönne es meinem Bruder, dass er gut spielt und glücklich ist», sagte Nico und stimmt damit in den Tenor der Eltern ein, die als «relativ neutrale Beobachter auch gute Spiele» von ihren Söhnen sehen wollen.
Ob er in der kommenden Saison nach dem Ende der Leihe wieder gemeinsam mit seinem Bruder, mit dem er drei- bis viermal in der Woche telefoniert, beim SC Freiburg die Verteidigung bildet, weiß er noch nicht. «Ich habe mir noch keine Gedanken gemacht», sagte Nico, der auch noch auf eine Nominierung für die diesmal zwei geteilte U21-EM hofft, «wir haben beide noch einen Vertrag in Freiburg».

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 17. Februar 2021 16:05 Uhr

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