Spitzenteam-Schreck Union bereit für neue Überraschung

Spitzenteam-Schreck Union bereit für neue Überraschung

Der 1. FC Union Berlin will seiner Rolle als Schreck der Spitzenteams in der Fußball-Bundesliga erneut gerecht werden. In den bisherigen Spielen gegen die sieben vor dem Tabellenachten aus Köpenick liegenden Vereine musste sich Union nur beim 1:2 bei RB Leipzig zum Hinrundenabschluss geschlagen geben. Allerdings verloren die Eisernen ihre letzten beiden Begegnungen und wollen diesen Trend nun möglichst stoppen.

Urs Fischer am Sky-Mikrofon

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Urs Fischer am Sky-Mikrofon

Vor dem Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach am Samstag (15.30 Uhr/Sky) bezeichnete Trainer Urs Fischer den Gegner vom Niederrhein als «Topmannschaft». Ein Beweis dafür sind 13 von 15 möglichen Punkten aus den letzten Spielen. Dabei gab es Siege gegen Dortmund und Bayern, zudem behaupteten sie sich in der Champions League.
«Gladbach wird höher spielen», sagte Fischer, der sein Team auf eine kompakte Spielweise einstellt: «Wir müssen außen den Ball mutig in die Offensive treiben, um die Defensive zu entlasten.» Mit drei Punkten würden die Berliner am Kontrahenten in der Tabelle vorbeiziehen und den Europapokalplätzen wieder näher kommen, über die der Trainer überhaupt nicht sprechen möchte: «Für das nächste Spiel, das ansteht, ist es immer das Ziel, zu gewinnen. Für uns zählt nur der Klassenerhalt.»
Umso mehr freut sich der Trainer über die Rückkehr von Joel Pohjanpalo, der nach einer Sprunggelenkverletzung operiert werden musste und nun in den Kader zurückkehrt. «Joel ist ein Strafraumspieler, etwas, das uns gegen Augsburg gefehlt hat. Er kann uns zwischen 15 und 20 Minuten helfen. Das werden wir nach dem Abschlusstraining entscheiden.» Dagegen bleiben die gesperrten Christopher Trimmel und Florian Hübner außen vor.
Ein Wermutstropfen ist der am Donnerstag verkündete Wechsel von Verteidiger Christopher Lenz zu Eintracht Frankfurt ab der kommenden Saison. Fischer sieht das allerdings auch als Auszeichnung an. «Es ist eine Wertschätzung für den gesamten Club, dass er von Topclubs umworben wird», sagte Fischer.
Und auch der lange verletzte Max Kruse hebt Union erneut in die Schlagzeilen. Der 32 Jahre alte Stürmer steht auf einer Liste der Spieler über 23 Jahre, die bei den Olympischen Spielen als einer von drei älteren Kandidaten den Kader auffüllen dürfen. «Olympia wäre natürlich toll. Es immer eine Auszeichnung, zunächst für den Spieler und dann auch für den Verein», sagte Fischer, der vorsichtig ist bei einer Aussage über ein mögliches Comeback von Kruse.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 28. Januar 2021 15:10 Uhr

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