Nach «Coup» gegen BVB: Gefährliches Spiel gegen Paderborn

Nach «Coup» gegen BVB: Gefährliches Spiel gegen Paderborn

Noch einmal straffen und den ersten Teil der Saison veredeln: Nach vier Punkten gegen die Branchenriesen Bayern und Dortmund kann der 1. FC Union auch im Pokal in attraktive Regionen vorstoßen.

Christopher Trimmel (l) von Union gegen Moukoko von Dortmund

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Christopher Trimmel (l) von Union gegen Moukoko von Dortmund.

Aber Manager Oliver Ruhnert warnte eindringlich vor der vermeintlich leichten Aufgabe am Dienstag (22. Dezember 2020, 20.45 Uhr/Sky) gegen den Zweitligisten SC Paderborn. «Das wird ein schweres Spiel, bei dem viele denken, das geht von allein», sagte der Geschäftsführer Sport.
Der Erstliga-Absteiger, bei dem weiter der ehemalige Union-Profi Steffen Baumgart als Trainer arbeitet, wird hoch motiviert an die Alte Försterei kommen. In der Vorsaison hatte Union am 32. Spieltag mit einem 1:0 in Berlin den Paderborner Gang in die Zweite Liga besiegelt. «Sie spielen mit der Mannschaft, mit der sie in der letzten Saison in der Bundesliga gespielt haben. Es ist ein Spiel, in dem wir nochmal alles raushauen müssen», betonte Ruhnert.
In der Bundesliga beendete Union das Corona-Jahr 2020 weit über den Plan. Der 2:1-Heimsieg gegen den Champions-League-Achtelfinalisten Borussia Dortmund steht als Sahnehäubchen. Die «Eisernen» haben in den ersten 13 Runden nun schon 21 Punkte eingesammelt. Das sind gleich fünf mehr als in der Vorsaison als Aufsteiger zu dem Zeitpunkt. «Man sieht, dass die Mannschaft Selbstvertrauen hat», sagte Fischer. Das habe gegen den BVB auch in den Phasen geholfen, «in der wir leiden mussten. Wir konnten uns trotzdem immer wieder befreien, waren mutig genug», ergänzte der Schweizer.
Bereits in der Vorsaison hatte der 1. FC Union die Dortmunder mit 3:1 nach Hause geschickt. «Man hat schon gesehen, dass wir mithalten können. Es ist für mich immer noch ein Coup», sagte Fischer nach der neuerlichen Überraschung. «Wir hatten auch ein bisschen Spielglück», räumte Manager Ruhnert ein. «Trotzdem hast du schon den Eindruck, dass sich die Jungs häufiger Chancen erspielen, immer wieder Lösungen hinbekommen. Das macht uns gefährlicher.»
Vom Saisonziel Klassenverbleib aber wollen Manager und Trainer keinen Zentimeter abrücken. Auch wenn die Unioner einen ihrer vielen Rekorde auf sechs Ligaspiele ohne Niederlage ausgebaut haben. «Das sind vier Punkte mehr, die uns helfen. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen», erklärte der 54-Jährige zu den erstaunlichen vier Zählern aus dem 1:1 gegen Meister Bayern und dem 2:1 gegen Vize Dortmund. Liverpool-Leihgabe Taiwo Awoniyi und Abwehrspieler Marvin Friedrich hatten mit Kopfballtoren jeweils nach Ecken die Standardstärke der Berliner eindrucksvoll unterstrichen.
Die Personalsituation aber bleibt angespannt. Wann die verletzten Max Kruse, Joel Pohjanpalo, Nico Schlotterbeck und Anthony Ujah wieder zur Verfügung stehen, ist unklar. «Richtig ist, wir sind in einigen Bereichen auf Kante genäht. In den zentralen Bereichen sind wir besonders betroffen», erklärte Ruhnert. Deshalb schließt er Wintertransfers nicht aus: «Wir denken definitiv darüber nach.» Die Wahrheit sei aber auch, «dass wir aus wirtschaftlichen Gründen im Grunde keine Möglichkeiten haben». Ruhnert wird nach Lösungen suchen: «Wir dürfen nicht so blauäugig sein zu sagen, das geht immer gut.»
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 21. Dezember 2020 09:43 Uhr

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