Fischer schiebt Derby-Gedanken weg: «Frankfurt steht an»

Fischer schiebt Derby-Gedanken weg: «Frankfurt steht an»

Freitag, den 4. Dezember, haben sich die Fußballfans in Berlin längst dick angestrichen, Union-Trainer Urs Fischer will von dem nahen Termin aber noch nichts wissen.

Urs Fischer

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Unions Cheftrainer, Urs Fischer.

«Stopp! Noch einmal: Frankfurt steht an, nicht das Derby. Eintracht Frankfurt haben wir im Kopf», sagte der Trainer des Berliner Fußball-Bundesligisten vor dem Start der Vorbereitung auf das nächste Punktspiel am Samstag (28. November 2020) im wieder leeren Stadion An der Alten Försterei. Und doch schwingt schon die Stimmung auf das Duell im Olympiastadion mit: Union liegt sagenhafte acht Punkte vor der langjährigen Hauptstadt-Nummer-Eins Hertha, die es nach acht Spieltagen gerade auf sieben Zähler bringt.
«Die Gemütslage ist positiv», sagte Fischer, allerdings nicht aus Euphorie über den derzeit besetzten fünften Tabellenplatz: «Weil ich glaube, 15 Punkte helfen uns, dem Ziel näher zu kommen.» Und das Ziel für den 54 Jahre alten Fußball-Lehrer aus der Schweiz ist nur der zweite Klassenerhalt in der Bundesliga. Jegliche Diskussion über eine Weiterentwicklung des Teams oder gar neue Ansprüche weist Fischer zurück: «Ich habe die nächste Aufgabe im Kopf, dann gehen wir zu Hertha, dann kommt Bayern. Das ist viel zu weit weg.»
Zumal die Personallage bei den Eisernen angespannt bleibt. Sebastian Griesbeck und Florian Hübner sind die jüngsten Verletzungsausfälle. Marius Bülter ist noch in Corona-Quarantäne. Der Japaner Keita Endo sei auf «gutem Weg» zurück, sagte Fischer: Bei Christian Gentner, Nico Schlotterbeck, Joel Pohjanpalo und Anthony Ujah dauere das noch.
So wird der Schüler Mathis Bruns, seit der F-Jugend Unioner, weiter «das eine oder andere Training bei uns bestreiten», berichtete Fischer. Der 1,92 Meter große Verteidiger saß schon beim jüngsten 2:1-Sieg in Köln auf der Ersatzbank. Für ein Bundesliga-Debüt aber sei es noch verfrüht, «er konnte einmal Eindrücke sammeln, das sollte ihm gut tun», bemerkte der Coach zu Bruns: «Der Junge ist 16. Wir haben fünf, sechs Trainingseinheiten zusammen absolviert. Er macht das gut. Aber wir brauchen noch ein wenig Zeit, uns kennenzulernen.»
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 24. November 2020 12:28 Uhr

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