Kein Wunschkonzert bei Union: Kruse beruhigt Fans

Kein Wunschkonzert bei Union: Kruse beruhigt Fans

Trainer Urs Fischer sieht sein Team trotz einiger Fragezeichen nach dem zweiten Trainingscamp auf gutem Weg - und der prominente Neuzugang Max Kruse beruhigt die Fans. Der Ex-Nationalspieler sieht keine Transfer-Probleme, die seinen Einsatz beim Saisonstart des 1. FC Union verhindern könnten. «Es wird alles geregelt», sagte Kruse auf Instagram.

Neuzugang Kruse

© dpa

Max Kruse, Neuzugang beim 1. FC Union Berlin.

Wie die FIFA am Dienstag bestätigte, sind mittlerweile zumindest weitere benötigte Unterlagen eingetroffen. Nun müsse der Deutsche Fußball-Bund als nächsten Schritt einen internationalen Transfer beantragen. Erst daraufhin sei eine Reaktion vom türkischen Verband zu erwarten.
«Zum Zeitpunkt, wenn das erste Pflichtspiel ansteht und ich wieder fit bin, werden wir die Spielberechtigung haben», betonte Kruse und sagte zu seinen Fans: «Macht euch keine Sorgen.» Seinen alten Arbeitgeber in der Türkei hatte der Stürmer wegen angeblich ausstehender Gehaltszahlungen verlassen.
«Das Fazit fällt positiv aus. Die Neuen wurden gut integriert», erklärte Union-Coach Fischer zum Abschluss des Camps im schwäbischen Landkreis Unterallgäu. Der 32-jährige Kruse, der noch an den Folgen einer Sprunggelenkverletzung laboriert, war am Montag erstmals wieder am Ball und nahm im Training zeitweise an einer Spielform teil. Sportchef Oliver Ruhnert hofft, dass Kruse Mitte Oktober bei 100 Prozent Leistungsvermögen stehen wird. In Testspielen soll der Neuzugang schon im September mitwirken können.
Auch wenn längst nicht alles rund lief bei den Eisernen, betonte Fischer: «Wir konnten in etwa das umsetzen, war wir uns vorgenommen haben und zwei Spiele bestreiten.» Die beiden Test-Partien gegen WSG Swarovski Tirol (0:3) und den Ligakonkurrenten 1. FC Köln (1:2) gingen verloren. Dazu waren auch die Platzverhältnisse beim Training in Bad Wörishofen und beim zweiten Test in Friedrichshafen gegen Köln von optimal weit entfernt.
«Das sind Bedingungen, die auch einem absolut ungewöhnlichen Virus geschuldet sind. Das müssen alle akzeptieren. Das ist dann halt einfach mal so», sagte Unions Profifußball-Geschäftsführer Ruhnert dazu: «Es ist im Moment kein Wunschkonzert. Wir hatten aber ein schönes Hotel und gute Teambuilding-Möglichkeiten.»
Weiter im Aufbautraining sind neben Kruse auch Anthony Ujah (Knieprobleme) und Akaki Gogia (Oberschenkel). Robert Andrich (muskuläre Probleme) und Christopher Lenz (Fußblessur) kehrten am Dienstag angeschlagen aus dem Trainingslager zurück. Zumindest Lenz soll laut Fischer möglicherweise ab Donnerstag, wenn Union nach dem freien Mittwoch wieder in Berlin arbeitet, wieder trainieren können.
Der nächste Wettkampf-Test steigt am Sonntag bei Ajax Amsterdam. Einige Akteure können physische Fortschritte nachweisen. Stürmer Sebastian Andersson, Offensivmann Marcus Ingvartsen und Verteidiger Julian Ryerson erlebten nach Krankheit beziehungsweise Verletzung ihre ersten Testspiel-Einsätze. Torjäger Andersson, der gegen Tirol und Köln mitwirkte, ist von diesem Trio am weitesten.
Noch gibt es im Kader trotz der bislang acht externen Neuzugänge Bewegung. Torwart Lennart Moser, Verteidiger Lars Dietz und Stürmer Berkan Taz stehen weiter vor einem Vereinswechsel. Auch der für das Trainingslager freigestellte Verteidiger Neven Subotic könnte wieder zur Mannschaft stoßen, wenn er keinen neuen Arbeitgeber findet. Sollte Moser gehen, braucht Union einen weiteren Schlussmann.
Union startet am zweiten September-Wochenende im DFB-Pokal beim Karlsruher SC in die neue Spielzeit. Am 19. September kommt der FC Augsburg zum Bundesligaauftakt ins Stadion An der Alten Försterei.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 25. August 2020 17:35 Uhr

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