Union Berlin startet ins Trainingslager

Union Berlin startet ins Trainingslager

Wenn sich der 1. FC Union Berlin am Montag auf den Weg ins Trainingslager nach Bad Wörishofen macht, wird Neven Subotic fehlen. Ein Jahr spielte der 31 Jahre alte Serbe für die Eisernen und kann nun bereits eine Saison vor Ablauf seines Vertrags gehen. «Für mich und den Verein ist es der richtige Schritt, sich um die Zukunft zu kümmern. Der Verein hat neue Spieler geholt», sagte der erfahrene Verteidiger nach seinem mutmaßlichen Abschiedsspiel am Samstag beim Vorbereitungsmatch gegen Drittligist Dynamo Dresden (2:0).

Union-Schriftzug

© dpa

Der Union-Schriftzug am Eisentor des Stadiongeländes an der Alten Försterei.

Er durfte noch mal eine Halbzeit ran, wurde von den Köpenickern für das Trainingslager aber freigestellt und kann sich einen neuen Verein suchen. «Für mich persönlich gilt es, das Beste aus dem Leben zu machen - noch ein paar Jahre in diesem Geschäft», sagte Subotic: «Ich will einen Verein finden, mit dem ich diese Schritte gehen kann.» Er habe mit Union eine «historische Saison in allerlei Hinsicht» erlebt: «Die Fanszene wie es sie hier bei Union gibt, ist schon etwas außerordentlich Schönes. Das nehme ich mit.»
Wenn Subotic keinen neuen Arbeitgeber findet, kann er wieder bei Union mittrainieren. Chance auf Einsätze in der Bundesliga hat er aber nicht, in der Mannschaft von Trainer Urs Fischer gehört die Zukunft anderen. Wie den Angreifern Max Kruse und Sebastian Andersson. Beide fehlten gegen Dynamo und saßen wie auch schon beim Freundschaftsspiel gegen Zweitliga-Aufsteiger Würzburger Kickers (2:0) nicht einmal als Zuschauer auf der Tribüne. Im bayerischen Bad Wörishofen werden sie bis zum 25. August aber dabei sein.
Gegen Dresden gab es für Union im dritten Duell der Vorbereitung den dritten Sieg. Die Tore erzielten die zur Pause eingewechselten Offensivspieler Joshua Mees (50. Minute) und Sheraldo Becker (62.). Fischer setzte insgesamt 22 Akteure ein. Nur Torwart Jakob Busk spielte durch. In John Liebelt und Fabio Schneider kamen im Mittelfeld zwei Nachwuchskräfte zum Einsatz. Schneider erhielt am Sonntag einen langfristigen Profivertrag. Sicher auch, weil Union Akteure für die Local-Player-Regelung benötigt.
In Moritz Nicolas verzeichnete Union einen weiteren Abgang. Die Leihe des Torhüters wird vorzeitig beendet. Er kehrt zu Borussia Mönchengladbach zurück, weil er bei Union chancenlos ist. Nicolas schließt sich jedoch sofort dem Zweitligisten VfL Osnabrück an und wird erneut für ein Jahr ausgeliehen. Auch Mittelfeldmann Suleiman Abdullahi wechselt zu einem Zweitligisten. Der oftmals lustlos wirkende Nigerianer, der gegen Dresden zumindest als Beobachter auf der Tribüne im fast leeren Stadion An der Alten Försterei saß, kehrt zu seinem Ex-Club Eintracht Braunschweig zurück.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 16. August 2020 14:45 Uhr

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