Auch Union muss sich fügen: «Den Wunsch haben doch alle»

Auch Union muss sich fügen: «Den Wunsch haben doch alle»

Der Beschluss der Mitgliederversammlung der DFL über ein einheitliches Vorgehen bei der möglichen Rückkehr von Zuschauern in die Bundesliga-Stadien hat auch das Bestreben des 1. FC Union nach einem vollen Stadion schon zum Saisonstart eingebremst. «Mit dem Vorstoß haben sie einen Wunsch zum Ausdruck gebracht. Den haben doch alle», sagte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert bei einer Pressekonferenz am Dienstag: «Wir haben eine Sehnsucht nach Normalität, die ersetzt aber keine Pläne.»

Christian Seifert

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DFL-Geschäftsführer Christian Seifert.

Die 36 Vereine der Deutschen Fußball Liga (DFL) einigten sich auf die Punkte: Keine Gästefans, keine Stehplätze, kein Alkohol. Dazu werden zeitweise personalisierter Online-Tickets eingeführt werden, welche die Nachverfolgung von Infektionsketten ermöglichen sollen. Dies gelte auch für den 1. FC Union Berlin, der sein Stadion mit vorausgehenden Corona-Tests bei allen Zuschauern wieder voll besetzen wollte, bemerkte Seifert. «Selbstverständlich kann das kein kurzfristiges Ziel sein, 600 000 Zuschauer am ersten Spieltag zu haben. Unter solchen Realitätsverlust leidet keiner.»
Die endgültige Entscheidung, ob tatsächlich schon zum oder bald nach dem Saisonstart der Bundesliga und 2. Bundesliga am dritten September-Wochenende Zuschauer zugelassen sind, obliegt den Behörden. Die erste DFB-Pokalrunde ist schon vom 11. bis 14. September terminiert. Die «vorübergehende Durchführung von Spielen ohne Stehplätze» zunächst bis zum 31. Oktober trifft Union besonders hart. Denn von den insgesamt 20 012 Plätzen im Stadion An der Alten Försterei sind 18 395 Stehplätze.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 4. August 2020 17:41 Uhr

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