Hertha vs. Union: Fernduell um die Stadtmeisterschaft

Hertha vs. Union: Fernduell um die Stadtmeisterschaft

Jeder gewann eines der beiden Duelle in dieser Saison, jetzt liegen Hertha BSC und der 1. FC Union auch noch gleichauf in der Tabelle.

  • Hertha vs. Union im Olympiastadion (10)© dpa
  • Hertha BSC - 1. FC Union Berlin© dpa
    Die Spieler von Hertha BSC und Union Berlin stehen auf dem Spielfeld im leeren Olympiastadion.
Der alteingesessene Fußball-Bundesligist aus dem Westen Berlins, der in einer Chaos-Saison mit vier Trainern zumindest den Abstieg abwendete, und der Neuling aus Köpenick, dem nur wenige vor der Saison den Verbleib zugetraut hatten. Auf «zwei richtige Derbys» freut sich schon Hertha-Manager Michael Preetz in der nächsten Saison. Friedlich und mit Zuschauern, so sein Wunsch.
Vorher liefern sich die beiden Berliner Clubs aber noch ein Fernduell um die Stadtmeisterschaft. «Das ist ein Thema, das vielleicht für die Zuschauer wichtig ist», sagte Union-Manager Oliver Ruhnert Sport1: «Unterm Strich war es vor der Saison nicht vorstellbar, dass wir nach 32 Spielen die gleiche Punktzahl haben wie die Hertha.»

Beide Teams gewinnen ihre Heimspiele

Das erste Aufeinandertreffen in Liga eins entschied der 1. FC Union An der Alten Försterei durch einen Last-Minute-Treffer von Sebastian Polter mit 1:0 für sich - da durften die Fans noch mit viel Kontakt im Stadion jubeln. Zum Rückspiel machte die Corona-Pandemie das riesige Rund des Olympiastadions zu einer Geisterkulisse. Hertha schickte im zweiten Spiel unter Trainer Bruno Labbadia die Gäste aus Köpenick mit 4:0 nach Hause.

Hertha mit schwerem Restprogramm

Am Samstag kommt Leverkusen nach Berlin, am letzten Spieltag muss Hertha nach Mönchengladbach. Bayer und Borussia kämpfen noch um den Sprung in die Champions League. Zweimal wurden die Blau-Weißen in Berlin von den Leverkusenern am Ende schon ordentlich abserviert: Zum Abschluss der Vorsaison mit 1:5, 2017 mit 2:6. «Leverkusen hat eine außergewöhnlich hohe Qualität. Wir erinnern uns aber auch an das Hinspiel in dieser Saison, in dem wir eine konzentrierte Leistung bringen konnten», sagte Preetz. Hertha siegte 1:0.
Union Hertha Derby (1)
© dpa

Fotos: Union gewinnt des Berlin-Derby

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Labbadias vor der Rückkehr zum alten Arbeitgeber

Bayer war von 2008 bis 2009 Labbadias erste Trainerstation in der Bundesliga. «Es war ein unglaublich intensives Jahr mit dem Pokalfinale in Berlin, in dem ich auch den einen oder anderen Fehler gemacht habe. Es war damals eine der talentiertesten Mannschaften, wir haben spektakulären Fußball gespielt. Ich war zu ungeduldig, wollte am liebsten schon in der Saison deutsche Meister werden», erinnerte sich der gebürtige Darmstädter und ergänzte: «Ich hätte gern das Wissen von heute schon damals gehabt. Dann wäre es spannend geworden.»

Union noch gegen Hoffenheim und Düsseldorf

Zuerst bei der TSG 1899 Hoffenheim, dann zuhause noch gegen Fortuna Düsseldorf. Die Hoffenheimer brauchen jeden Punkt, es geht um einen internationalen Platz für die Europa League. Die Düsseldorfer brauchen jeden Punkt, es geht um den Ligaverbleib. Beide Hinspiele verlor Union. 0:2 hieß es daheim gegen Hoffenheim, 1:2 in Düsseldorf. Trainer Fischer stellte nun vor den jeweiligen Rückspielen klar: «Wir versuchen, auch diese beiden Spiele zu gewinnen.»

Trainerteam um Urs Fischer als Erfolgsgarant

In seiner bisherigen zweijährigen Amtszeit ist Fischer mit den Unionern aufgestiegen und hat den Verbleib vorzeitig perfekt gemacht. Zeit für ein Denkmal? Fischer betont, das hinter dem Erfolg der Eisernen mehr als nur er als Trainer steht. Landet er mit Union am Ende der ersten gemeinsamen Bundesligasaison auch noch vor der Hertha, dürfte der Kultstatus des 54-Jährigen beim Köpenicker Kultverein erst recht einzementiert sein.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 19. Juni 2020 13:23 Uhr

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