Union und Fischer: «Natürlich» Interesse an neuem Vertrag

Union und Fischer: «Natürlich» Interesse an neuem Vertrag

Der 3:1-Coup gegen den BVB soll keinem Profi bei Union Berlin die Augen verkleistern. «Wir sind weiter Lernende», betonte Trainer Fischer. Doch die Richtung stimmt, deshalb wollen Verein und Chefcoach jetzt schnell die langfristige Zusammenarbeit fixieren.

Urs Fischer

© dpa

Unions Trainer Urs Fischer lacht vor Spielbeginn. Foto: ANdreas Gora/Archiv

Berlin (dpa) - Urs Fischer und der 1. FC Union sehen sich trotz des ersten großen Ausrufezeichens weiter als Lernende im deutschen Fußball-Oberhaus - doch schon vor dem vierten Bundesliga-Auftritt der Eisernen bekundeten Trainer und Verein großes Interesse an einer weiteren langfristigen Zusammenarbeit. «Natürlich. Es war eine gute Zeit bis heute. Man braucht auch immer zwei Seiten, damit es funktionieren kann. Von meiner Seite habe ich beide Ohren offen, um eine Weiterbeschäftigung voranzutreiben», sagte der Chefcoach des 1. FC Union am Donnerstag auf der Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen Werder Bremen am kommenden Samstag (15.30 Uhr).
Der 53 Jahre alte Fischer ist seit 2018 bei Union und hat die Eisernen gleich in das deutsche Fußball-Oberhaus geführt. Sein derzeitiger Kontrakt endet nach der laufenden Spielzeit. Mit vier Punkten aus drei Partien ist Union gut in das Abenteuer 1. Liga gestartet, hat mit dem jüngsten spektakulären 3:1-Sieg gegen Meisterschaftsanwärter Borussia Dortmund bereits für Furore gesorgt.
«Was mir wichtig ist, dass wir weiter auf unserem Weg bleiben, weiterhin versuchen zu lernen, weil ich nicht das Gefühl habe, nach dem Sieg gegen Dortmund haben wir ausgelernt», sagte Fischer.
Der Verein will die Verlängerung jetzt schnell auf den Weg bringen. Manager Oliver Ruhnert betonte im «Kicker», dass der 1. FC Union an einer weiteren Zusammenarbeit mit Fischer über den Sommer 2020 hinaus interessiert ist. «Es gibt keinen Grund, warum wir das nicht sein sollten», sagte Ruhnert: «Wir hatten in den vergangenen Monaten unglaublich viele Dinge zu organisieren. Ich gehe davon aus, dass wir uns in den nächsten, organisatorisch hoffentlich etwas ruhigeren Wochen bei dem Thema der auslaufenden Verträge bewegen werden.»
Fischer bemerkte, dass er sich täglich mit der Sportlichen Leitung austauschen würde und deshalb das Thema keine aktuelle Bedeutung für ihn habe. «In erster Linie geht es um das Spiel am Sonnabend, nicht um die Personalie des Trainers», sagte Fischer.
Dass die Konzentration nach dem Coup gegen den BVB jetzt nicht so hoch sei, weil «nur die Bremer» mit drei Punkten und schon acht Gegentoren in die «Alte Försterei» kommen, glaubt Fischer nicht. «Die Angst habe ich auch nicht», sagte der Trainer: «Die Jungs können den Sieg richtig einschätzen, zumindest waren das ihre Äußerungen. Auch diese Woche hat die Mannschaft den Fokus behalten.» Und wenn es anders sein sollte, würde er sich «sicher einschalten».
Auf den Kontrahenten wolle er ohnehin nicht vordergründig schauen, meinte der Schweizer. «Wichtig ist, wie wir auftreten», unterstrich Fischer und zählte auf: «Laufbereitschaft wie gegen Dortmund, nach vorn verteidigen, eklig sein, aber dann auch versuchen, spielerische Lösungen zu finden». Nicht mitwirken können die verletzten Florian Hübner, Grischa Prömel und Marcus Ingvartsen sowie der rot-gesperrte Keven Schlotterbeck.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 12. September 2019 15:50 Uhr

Weitere Nachrichten zu Union Berlin