Union-Präsident unterstützt Fanprotest

Union-Präsident unterstützt Fanprotest

Der von der Fan-Gruppe Wuhlesyndikat initiierte Protest bei der Bundesliga-Premiere von Union Berlin stößt bei Union-Präsident Dirk Zingler auf Unterstützung.

Dirk Zingler

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Union Präsident Dirk Zingler steht vor dem Spiel im Innenraum und beobachtet das Aufwärmen der Mannschaft.

«Die Fans haben den Verein auf ihrer Seite», sagte der 54-Jährige dem Radiosender Radioeins vom rbb und protegierte den Stimmungsboykott bei der Heimpremiere gegen RB Leipzig am Sonntag im Stadion an der Alten Försterei (18.00 Uhr/Sky).
Zuvor hatte Union-Torhüter Rafal Gikiewicz die Fans aufgefordert, das 15-minütige Schweigen zu Beginn des Spiels zu unterlassen, um dem Gegner zu zeigen, wer Herr im Haus sei. Neuzugang Neven Subotic zeigte dagegen Verständnis. «Denn auch ich finde diese Kapital-Entwicklung im Fußball nicht positiv», sagte der Verteidiger.
Unterdessen haben die Ultra-Fans vom Wuhlesyndikat ihre Aktion gegen den Verein aus Leipzig begründet. «Genau die Tatsache, dass wir nun unser erstes Bundesligaheimspiel begehen werden und gleichzeitig gegen einen der größten Feinde unserer Werte protestieren, unterstreicht noch einmal die Dringlichkeit dieser Angelegenheit, die beim besten Willen nicht irgendeiner „Ultrà-Laune“ entwachsen ist!», schreiben die Fans auf ihrer Webseite.
Dabei schwingt sogar ein wenig Wehmut mit: «Es schmerzt, das erste Bundesligaspiel unseres Vereins in einem solchen Rahmen begehen zu müssen und doch liegt hier die große Chance, zu beweisen, dass wir genau deshalb ein Gewinn für die Bundesliga sind – weil wir bereit sind, für unsere Werte und unsere Art der Vereinskultur zu kämpfen und Opfer zu bringen.»
Fans von Union Berlin
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 14. August 2019 13:52 Uhr

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