«Euphorie-Bremse» für Eiserne

«Euphorie-Bremse» für Eiserne

Union kassiert in der achten Partie der Vorbereitung die erste Niederlage. Trainer Fischer wertet das als Zeichen zur rechten Zeit. Der Berliner Aufsteiger geht mit einem riesen Kader in die Saison, dennoch gibt es in der zentralen Abwehr ein Problem.

Urs Fischer

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Unions Trainer Urs Fischer schaut mit ernstem Blick über die Schulter. Foto: Andreas Gora/Archivbild

Berlin (dpa) - Der Kapitän brachte die Erkenntnisse aus dem Doppeltest gegen Celta Vigo auf den Punkt. «Das Gute ist, dass wir jetzt wissen, was wir besser machen müssen», erklärte Christopher Trimmel nach der 0:3-Niederlage bei der Generalprobe von Neu-Bundesligist 1. FC Union gegen den spanischen Erstligisten. «Wir haben definitiv mehr Fehler als der Gegner gemacht. In der ersten Hälfte war es ordentlich. Da hat nur das Tor gefehlt. In der zweiten Halbzeit hat man gemerkt, dass es einen Tick zu wenig war», sagte der Österreicher.
Eine Woche vor dem DFB-Pokalspiel am Samstag (15.30 Uhr) bei Viertligist Germania Halberstadt zahlte der Aufsteiger Lehrgeld. Vor 11 032 Zuschauern im Stadion An der Alten Försterei trafen Brais Mendez (22.), Santiago Mina (57.) und Jorge Saenz (81.) für die Gäste - die Berliner gingen leer aus. Es war die erste Testspiel-Niederlage im achten Vorbereitungsspiel auf die neue Spielzeit.
Trainer Urs Fischer zeigte sich dennoch nicht unzufrieden. «Ich habe ein gutes Spiel gesehen zumindest in der ersten Hälfte. Wir haben aber mit 0:1 zurückgelegen, obwohl man mit 3:0 in Führung hätte liegen müssen», sagte der Schweizer. «Nachher war das 0:2 ein Geschenk. Und dass man noch das dritte Tor bekommt, war vielleicht genau zum richtigen Zeitpunkt, um ein bisschen auf die Euphorie-Bremse zu treten.»
Im Prinzip gab es im Kampf um die Stammplätze ein doppeltes Schaulaufen. Schon am Freitag hatte es ein geheimes Testspiel gegen Vigo gegeben, das nach 70 Minuten beim Stand von 1:1 wegen eines Gewitters abgebrochen werden musste. In dieser Partie standen auch die Abwehrspieler Marvin Friedrich und Neven Subotic, Mittelfeldspieler Manuel Schmiedebach sowie die Angreifer Sebastian Polter und Anthony Ujah von Beginn auf dem Platz. Fischer wollte vielen Akteuren seines 34-Mann-Kaders nochmal Spielpraxis geben.
Im offiziellen Test vergab Union die Chancen und agierte in der Defensive fehlerhaft. Vor allem in der Innenverteidigung gibt es Sorgen. Die Aufstiegshelden Friedrich (Gelbsperre) und Florian Hübner (Aufbautraining nach Knieverletzung) fehlen noch. Auch für Neuzugang Subotic kommt das Pokalspiel wohl noch zu früh. «Neven Subotic ist auf dem Weg zurück. Es braucht aber noch seine Zeit, wenn man dreieinhalb Monate ausfällt», sagte Chefcoach Fischer dazu. Gegen die Spanier spielten Keven Schlotterbeck und Nicolai Rapp als erstes Duo in der zentralen Abwehr.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 4. August 2019 12:40 Uhr

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