Ex-Manager Beeck sieht in Sponsor Problem für Union

Ex-Manager Beeck sieht in Sponsor Problem für Union

Der ehemalige Manager des 1. FC Union, Christian Beeck, sieht in einer Immobilienfirma als neuen Hauptsponsor des Berliner Fußball-Erstligisten «ein Problem für einen Verein, der sich eigentlich gegen Kommerz ausspricht».

Christian Beeck

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Gerade vor dem Hintergrund Berlin mit einem großen Wohnmietproblem hält Beeck die Entscheidung des Aufsteigers für unglücklich: «Dass es manchem Fan nicht gefällt, ist logisch», sagte der ehemalige Union-Profi in einem Interview mit dem «Tagesspiegel» (Montag).
«Da sieht auch der letzte Fan, dass Union ein Club ist wie jeder andere. Aber Geld regiert die Welt im Fußball, es geht nicht anders», sagte Beeck. Seit seiner Zeit als Manager des Vereins von 2005 bis 2011 habe sich im Sponsoren- und Marketingbereich natürlich einiges verändert. «Inzwischen sind ganz andere Summen im Umlauf», erklärte Beeck. Der neue Hauptsponsor Aroundtown soll für den neuen Zweijahres-Vertrag laut «B.Z.» pro Saison 1,5 Millionen Euro zahlen. Ein Teil der Fanszene kritisiert die Wahl des Sponsors heftig.
«Union hat sich etwas aufgebaut, das Respekt verdient. Es war zwar nicht billig, aber sie haben es gepackt», sagte Beeck: «Ich finde es allerdings sehr schade, dass Union seit Jahren so tut, als wäre man weniger kommerziell als die anderen. Dass man zur eigenen Kommerzstory nicht steht, kann ich nicht verstehen.» Natürlich sei auch der 1. FC Union «Bestandteil des Fußballzirkusses und damit genauso kommerziell wie alle anderen».
Beeck glaubt an eine sportlich Chance für die Eisernen in der 1. Liga: «Wenn sie es hinbekommen, ein tolles Team zu erwirtschaften - und das meine ich wörtlich - und schwierigen Debatten fernbleiben, können sie es schaffen, in der Bundesliga zu bleiben. Düsseldorf hat gezeigt, wie es geht.»
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 17. Juni 2019 11:24 Uhr

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