Union hofft im Aufstiegskrimi auf Ex-Unioner

Union hofft im Aufstiegskrimi auf Ex-Unioner

Der direkte Weg für den 1. FC Union in die Bundesliga ist klar: Bei einem eigenen Sieg in Bochum brauchen die Berliner einen Ausrutscher des SC Paderborn. Dabei könnte ausgerechnet ein ehemaliger Spieler der Köpenicker helfen.

Cristian Fiel

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Cristian Fiel

Die Hoffnung der Eisernen im Aufstiegskrimi der 2. Bundesliga ruhen auch auf einem früheren Unioner. Nur wenn die von Cristian Fiel trainierte SG Dynamo Dresden am letzten Spieltag gegen den SC Paderborn punktet, bietet sich den Berlinern die Chance auf den direkten Sprung ins Oberhaus. Deshalb erinnerte sich vor dem Saisonfinale nicht nur Stürmer Sebastian Polter an die Pressekonferenz «nach dem Spiel gegen uns, was der Herr Fiel da gesagt hat - vielleicht kommt es so».
Vor gut fünf Wochen hatte sich der Dynamo-Coach im Anschluss an das 0:0 in Dresden an seinen Union-Kollegen Urs Fischer gewandt und in einem emotionalen Statement seine alte Verbundenheit zum Club bekundet. «Urs, was ich dir noch wünschen wollte - dass ihr es hoffentlich schafft», sagte Fiel. Von 2001 bis 2002 hatte er anderthalb Jahre lang für die Köpenicker gespielt. «Es ist ein toller Verein, bei dem ich eine wunderschöne Zeit hatte, deswegen drücke ich die Daumen.»
Doch selbst wenn Dynamo sportliche Schützenhilfe leisten sollte, muss Union angesichts eines Zählers Rückstand auf Paderborn beim eigenen Auftritt auswärts gegen den VfL Bochum gewinnen, um Platz zwei erreichen zu können. Pikant dabei: Auch die Ostwestfalen werden in Steffen Baumgart von einem Ex-Unioner gecoacht.
Schon jetzt bedeutet Relegationsrang drei, der mit drei Punkten Vorsprung auf den Hamburger SV und der um 21 Treffer besseren Tordifferenz abgesichert ist, die beste Platzierung der Clubgeschichte in der 2. Bundesliga. «Der ganze Verein, die Fans, alle drumherum haben sich das verdient», sagte Doppeltorschütze Polter nach dem 3:0-Sieg gegen den 1. FC Magdeburg am Sonntag. «Wir wollen Platz zwei, das ist doch klar. Aber wir können es selber nicht steuern. Wir müssen alles reinwerfen.»
Zuversicht macht vor allem, dass ähnlich wie beim 2:0 gegen den nun distanzierten Aufstiegsrivalen Hamburger SV die Entschlossenheit zurück ist. Doch auf fremdem Platz hat Union seit vier Spielen nicht mehr gewonnen, liegt in der Auswärtstabelle nur im Mittelfeld. «Ich schaue es noch nicht als Erfolg an», sagte Coach Fischer über seine erste Saison bei den Köpenickern. «Es ist noch nichts gewonnen.»
So wird am kommenden Sonntag (15.30 Uhr) zumindest der Blick der Fans immer wieder zum Geschehen in Dresden gehen. Die Union-Profis wollen sich durch die Konstellation im Fernduell aber nicht ablenken lassen. «Es bringt uns nichts, alle zehn Minuten rauszurennen und zu fragen: Wie steht es in Dresden», sagte der zuletzt stark aufspielende Grischa Prömel. «Da verlierst du komplett den Fokus. Wir müssen unsere Arbeit machen und dann sehen, ob wir unsere gute Saison noch krönen können.»
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 13. Mai 2019 12:22 Uhr

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