Union braucht Sieg gegen Magdeburg

Union braucht Sieg gegen Magdeburg

Das Ostduell zwischen Union Berlin und Magdeburg wird für den Auf- und Abstiegskampf in der 2. Bundesliga mitentscheidend. Zusätzlichen Zündstoff birgt die Rivalität zwischen beiden Fanlagern.

Union-Trainer Urs Fischer

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Union-Trainer Urs Fischer.

Es wird knistern im ausverkauften Stadion An der Alten Försterei. Wenn am Sonntag (15.30 Uhr) der 1. FC Union Berlin den Ur-Alt-Rivalen 1. FC Magdeburg empfängt, steckt jede Menge sportlicher Zündstoff in der Partie. Der Tabellendritte Union braucht einen Sieg für eine gute Ausgangsposition für den letzten Spieltag im Aufstiegskampf. Gegner Magdeburg muss als Vorletzter wohl gewinnen, um nicht direkt abzusteigen und zumindest noch den Relegationsplatz erreichen zu können.
Union-Trainer Urs Fischer geht mit Vorfreude in die Partie. «Die Atmosphäre wird spürbar sein. Es geht um einiges», sagt der Schweizer. Dass Union von den letzten sieben Partien nur eine gewinnen konnte und mancher Fan bei der 1:2-Niederlage bei Darmstadt 98 mehr Einsatz erwartet hätte, ist für ihn nicht ausschlaggebend. «Wir können uns mit Gefühlslagen nicht aufhalten», sagte Fischer, «unsere Welt ist die Gegenwart. Wir sind Dritter und haben die Möglichkeit, etwas zu erreichen.»
Obwohl sich die Profis von Union und Magdeburg in Berlin zuletzt 2008 in einem Punktspiel gegenüberstanden, dürfte es auch auf den Rängen brisant werden. Die Fanszenen beider Vereine gelten als rivalisierend, auch weil Teile der Magdeburger Anhängerschaft seit Jahrzehnten mit Fans von Unions Erzrivalen BFC Dynamo freundschaftliche Kontakte pflegen.
Beim Hinspiel in Magdeburg im Dezember des Vorjahres (1:1) versuchten BFC-Fans die Union-Anhänger mit einem Transparent zu provozieren. Im Vorfeld fürchteten die Union-Fans zudem um ihre Sicherheit, der Wirtschaftsrat verzichtete auf einen Aufenthalt in Magdeburg.
In den vergangenen Jahren gab es selbst bei Spielen auf unterer Ebene Fan-Scharmützel: So kam es zu Zwischenfällen in Magdeburg und Köpenick, als die damalige zweite Union-Mannschaft in der Regionalliga Nordost auf den FCM traf. Im Juni 2017 musste ein Spiel der U19 zwischen Magdeburg und Union aus Sicherheitsgründen ohne Zuschauer in der Elbestadt stattfinden.
Auf der Sicherheitsberatung beider Vereine und der Polizei in Berlin wurden alle Szenarien für die brisante Partie mit erhöhtem Risiko diskutiert, zumal Magdeburg der vorzeitige direkte Abstieg droht. Es werde alles auf maximaler Einsatzstufe laufen, heißt es aus Köpenick. Das bedeutet, dass es verstärkte Einlasskontrollen, ein verstärktes Polizeiaufgebot, das allerdings zurückhaltend agieren soll, einen maximalen Ordner-Einsatz und eine strikte Fantrennung gibt.
Union trainierte derweil am Donnerstagvormittag erst- und letztmals in dieser Woche öffentlich. Rund 40 Minuten lang konnten die Anhänger einen Blick auf die Profis werfen, ehe geheim im Stadion weitergeübt wurde. Die aktive Fanszene hatte vor dem Training ein größeres Motivationsbanner an die Plane eines Zauns des Trainingsgeländes geheftet: «Kopf aus, Herz an - Alles kann, nix muss!», lautete die Botschaft für die letzten beiden Saisonspiele. Nach der Heimbegegnung gegen Magdeburg muss Union am 19. Mai noch beim VfL Bochum antreten.
Fans von Union Berlin
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 9. Mai 2019 13:57 Uhr

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