Parensen feiert 10-jähriges Vereinsjubiläum

Parensen feiert 10-jähriges Vereinsjubiläum

Im Sommer 2009 steigt Union Berlin in die 2. Bundesliga auf. Der letzte verbliebene Spieler dieser Ära ist Allrounder Michael Parensen. Kurz vor dem ersten Rückrundenspiel gegen Köln steht ein besonderes Datum an. Seine Zukunft ist aber offen.

Michael Parensen

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Unions Michael Parensen am Ball.

Schon kurz vor dem Neustart des 1. FC Union Berlin nach der Winterpause steht für Michael Parensen ein besonderes Datum an. Am Mittwoch jährt sich die erste Vertragsunterschrift des Dauerbrenners bei den Köpenickern - seit genau einem Jahrzehnt spielt der 32-Jährige dann für den Hauptstadtclub. «Es war ein langer Weg. Es ist viel passiert. Ich bin dankbar dafür, zehn Jahre in einem Verein zu sein, der gut zu mir passt», sagt Parensen vor dem Spiel gegen den 1. FC Köln am Donnerstag. «Ich verbringe hier den mit Abstand größten Teil meiner Fußballkarriere. Das ist etwas Besonderes.»
Vor zehn Jahren war die Fußball-Welt für Union noch eine andere. Der Hauptstadtclub spielte noch in der 3. Liga. Im Januar 2009 kam Parensen vom 1. FC Köln II zu Union, weil sich Linksverteidiger Patrick Kohlmann verletzt hatte. Seine erste Trainingseinheit absolvierte Parensen auf Kunstrasen. Weil das Stadion An der Alten Försterei seinerzeit modernisiert wurde, fanden die Heimspiele im Jahn-Sportpark statt. Unter Trainer Uwe Neuhaus stieg die Mannschaft dennoch souverän als erster Drittliga-Meister auf.
Parensen setzte sich bei Union durch, auch in der 2. Liga. Mit 203 Einsätzen ist er Zweitliga-Rekordspieler des Clubs. Zahlreiche Verletzungen sorgten dafür, dass es nicht weitaus mehr sind. «Ich finde die Zahl nicht so beeindruckend. Es spricht aber dafür, dass ich sehr lange da bin und der Verein eine erfolgreiche Zeit erlebt», sagt der variabel einsetzbare Abwehr- und Mittelfeldspieler.
In den vergangenen Jahren gehörte Parensen nicht mehr zu den Stammspielern. Aber wenn er wie zu Beginn dieser Spielzeit gebraucht wurde, war er da. In dieser Spielzeit stehen fünf Zweitligaeinsätze zu Buche.
Seine Zukunft ist offen. Sein Vertrag läuft im Sommer aus. Doch der intelligente Kicker, der auch ins Trainingslager immer ein Buch mitnimmt, ist entspannt. Der zweifache Familienvater erwarb im Fernstudium den BWL-Bachelor. Er engagiert sich für soziale Projekte und in der Union-Stiftung. «Ich kann mir vorstellen, weiter Fußball zu spielen. Ich bin aber auch nicht todtraurig, wenn mich keiner mehr braucht», sagt Parensen. «Ich habe vorgesorgt. Ich beschäftige mich seit Jahren mit der Zeit, die nach dem Fußball kommen kann.»
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 28. Januar 2019 16:06 Uhr

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