Andersson meldet sich eindrucksvoll zurück

Andersson meldet sich eindrucksvoll zurück

Mit dem 3:1-Erfolg gegen Darmstadt 98 überstand die Mannschaft auch das 15. Saisonspiel ohne Niederlage. Matchwinner war Bankdrücker Sebastian Andersson.

Aytac Sulu und  Felix Kroos

© dpa

Darmstadts Aytac Sulu fällt über Unions Felix Kroos.

Die Fans des 1. FC Union Berlin könnten sich an diesen Zustand gewöhnen. Nach dem 3:1-Erfolg gegen SV Darmstadt 98 sangen sie überschwänglich: «Keiner wird es wagen, unsern FCU zu schlagen». Der fünfte Heimsieg der Saison zementierte diese Aussage, die Ist-Zustand und Hoffnung zugleich darstellt. Auch das 15. Saisonspiel überstanden die Eisernen ohne Niederlage. Zudem blieben sie im 15. Heimspiel in Serie im Stadion An der Alten Försterei ungeschlagen.
Die Köpenicker schwingen sich vor dem Auswärtsspiel am Sonntag (13.30 Uhr) beim Aufsteiger 1. FC Magdeburg zum hartnäckigsten Verfolger der Aufstiegsfavoriten Hamburger SV und 1. FC Köln auf. Aber ein Abstand bleibt. «Wir sind oben dabei. Alle wissen aber, wie stark Hamburg und Köln sind. Da braucht keiner davon zu sprechen, dass wir mit denen auf Augenhöhe sind», sagte Kapitän Christopher Trimmel. «Die Liga ist trotzdem irgendwie eng. Wir müssen einfach weiterarbeiten. Wenn man denkt, locker oben dran zu bleiben, verlieren wir.»
Matchwinner gegen Darmstadt war mit Sebastian Andersson ein Stürmer, der in den letzten drei Begegnungen seinen Stammplatz an Sebastian Polter verloren hatte. Diesmal blieb Polter ganz draußen. Andersson nutzte seine Chance, in dem er noch vor der Pause die ersten beiden Tore erzielte. «Wir haben viele gute Spieler im Kader. Ich musste auf meine Chance warten», erklärte der super aufgelegte Andersson.
Der schwedische Nationalspieler schoss seine Tore in der Phase, in der die Anhänger schwiegen. Aus Protest gegen Montagsspiele und Ansetzungen unter der Woche gab es auch in Berlin in der ersten Halbzeit von den Fans beider Lager keinen organisierten Support. Union behielt dennoch die Oberhand. Nach der Pause trafen noch die Darmstädter Aytac Sulu per Eigentor und Serdar Dursun zum Ehrentreffer.
Den Stimmungsboykott kam bei den Kickern nicht gut an, auch wenn die sie Beweggründe der Fanszenen akzeptieren. «Das will kein Fußballer haben. Es war schon ein Gänsehaut-Moment, als genau zur 45. Minute wieder Stimmung gemacht wurde», sagte Trimmel. «Das hat uns vorher natürlich gefehlt. Jeder weiß, dass die Fans zu uns gehören. Es war kein gutes Gefühl.»
Fans von Union Berlin
© dpa

1. FC Union Berlin

Und niemals vergessen: Eisern Union! Der 1. FC Union Berlin ist das Berliner Spitzenteam in der 2. Fussball-Bundesliga. mehr

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 3. Dezember 2018