Krise bei Union: 1:2-Niederlage in Fürth

Krise bei Union: 1:2-Niederlage in Fürth

Der 1. FC Union Berlin steckt immer tiefer in der Krise. Nach dem 1:2 in Fürth liegen die Köpenicker nur noch zwei Punkte vor der Abstiegszone.

Spieler des 1. FC Union Berlin

© dpa

Die Berliner Spieler springen als Mauer bei einem Freistoss in die Luft.

Die Situation für den 1. FC Union Berlin im Abstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga wird immer brenzliger. Die Köpenicker verloren am Ostersonntag beim direkten Konkurrenten SpVgg Greuther Fürth mit 1:2 (0:1) und stehen nur noch zwei Punkte vor dem Relegationsplatz. Nach der Fürther Führung durch Roberto Hilbert (21. Minute) erzielte Marvin Friedrich (49.) im vierten sieglosen Spiel in Serie lediglich den zwischenzeitlichen Ausgleich. Grischa Prömel sorgte per Eigentor (75.) für Entsetzen bei den Eisernen. Damit bleibt es nach dem elften Zweitliga-Duell bei den Franken bei nur einem Sieg für die Berliner.
«Wir haben beste Gelegenheiten ausgelassen. Und das hat sich gerächt», analysierte Trainer André Hofschneider. «Für uns gilt es, den Kopf oben zu behalten und die positiven Dinge mitzunehmen. Der Ernst der Lage ist uns bewusst.»
Hofschneider setzte im Tor auf Jakob Busk, der erstmals dieses Jahr anstelle von Daniel Mesenhöler zum Zug kam. Doch auch der Däne konnte den Rückstand nicht verhindern: Der frühere Nationalspieler Hilbert setzte sich im Kopfballduell mit Unions Kristian Pedersen durch und ließ Busk keine Chance.
Hofschneider veränderte die Startelf im Vergleich zum 2:2 gegen Jahn Regensburg gezwungenermaßen auf zwei weiteren Positionen: Für den angeschlagenen Verteidiger Marc Torrejon gab der 18 Jahre alte Lennard Maloney auf der rechten Abwehrseite sein Profidebüt. Und nach Sebastian Polter und Akaki Gogia fiel in Steven Skrzybski der dritte Stürmer aus. Den an Oberschenkelproblemen laborierende beste Union-Torschütze dieser Saison sollte von Rückkehrer Simon Hedlund ersetzt werden.
Angesichts der offensiven Personalprobleme sorgte folgerichtig ein Innenverteidiger für den Ausgleich. Friedrich erzielte per Kopf nach Ecke von Christopher Trimmel seinen ersten Pflichtspieltreffer im Union-Trikot.
Und die Berliner drückten weiter auf den Siegtreffer. Friedrich kam im Fünfmeterraum an den Ball, konnte diesen jedoch nicht in Richtung Tor drücken (67.). Nach einem Foul von Mario Maloca an Hedlund verschärften sich die Berliner Sorgen weiter, mit Problemen am rechten Sprunggelenk musste der Schwede in der 71. Minute vom Feld. Für Hedlund kam Kenny Prince Redondo zu seinem zweiten Einsatz nach einer Knie-Operation.
Doch wie schon zuletzt zeigte sich Union defensiv gegen Ende nicht gefestigt. Die Fürther kombinierten die Deckung schwindlig, Fabian Reese traf nur den Pfosten, doch Prömel drückte den Abpraller unglücklich über die Linie. «Wir müssen endlich aufwachen, es geht jetzt nur noch um Ergebnisse», betonte Trimmel.
Olympiastadion in Berlin
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 1. April 2018