«Anders als normal»: Derby-Sieg als Stimmungsaufheller

«Anders als normal»: Derby-Sieg als Stimmungsaufheller

Die besonderen Umstände des Derby-Sieges sollen für Hertha BSC die Wende zu einer erfolgreicheren Saisonphase sein.

Bruno Labbadia

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Herthas Trainer Bruno Labbadia.

«Wir haben ein sehr schwieriges, unruhiges und enges Spiele für uns entschieden», erklärte Trainer Bruno Labbadia am Tag nach dem 3:1-Sieg seines Teams im Derby gegen den 1. FC Union Berlin. «Es war einfach an der Zeit, so ein Spiel zu gewinnen, in dem du über die Siegermentalität kommen musst.» Das könnte einen Aufschwung bringen. Nach dem bislang ziemlich unbefriedigenden Saisonverlauf ist der dritte Sieg im siebten Derby vor allem ein Stimmungsaufheller.
«Ich habe es weniger als Erleichterung, sondern als Freude erlebt», sagte Labbadia zum ersten Saison-Heimsieg in der Fußball-Bundesliga, durch den Hertha nun elf Punkte hat: «In der jetzigen Zeit war das gar nicht so einfach, weil Emotionen von Zuschauern nicht nochmal rüberschwappen.» Auch das Derby musste wegen der Corona-Pandemie wieder in einem menschenleeren Olympiastadion gespielt werden.
«Derby ist anders als normal», bemerkte Labbadia dennoch. Deswegen sieht er auch das Aufstellen von mehreren zehntausend Vereins-Fahnen in der ganzen Stadt als «coole Aktion», betonte der 54-Jährige. Das Ordnungsamt hatte eine fehlende Genehmigung für die PR-Aktion angemahnt und ein Strafgeld in Aussicht gestellt. Labbadia kann die Kritik nicht nachvollziehen, «wenn wir Menschen, vor allem vielen Kindern, eine Freude machen». Gerade in der heutigen Zeit hätten viele «nicht so viel zum Lachen».

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Samstag, 5. Dezember 2020 20:41 Uhr

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