Hertha gegen Union: Kaum Sorge vor Fernseh-Blackout beim Derby

Hertha gegen Union: Kaum Sorge vor Fernseh-Blackout beim Derby

Vor dem Berliner Derby in der Fußball-Bundesliga zwischen Hertha BSC und dem 1. FC Union am Freitag (20.30 Uhr) ist die Sorge vor einem TV-Blackout gering.

Torsten Mattuschka gegen Fabian Lustenberger

© dpa

Union Berlins Torsten Mattuschka im Zweikampf mit Hertha BSCs Fabian Lustenberger (vorn).

«Wir gehen davon aus, dass das Spiel im Fernsehen zu sehen sein wird», sagte Union-Sprecher Christian Arbeit am Mittwoch bei einer virtuellen Pressekonferenz des Clubs. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Begegnung zum Auftakt des 27. Spieltags im Olympiastadion für die Fans nicht zu sehen sein wird, bezeichnete Arbeit als «relativ klein». Es würde sogar schon Interview-Anfragen einer Fernsehstation geben, obwohl die Rechtefrage für das Freitagabendspiel offiziell noch nicht geklärt ist.
Ein Blackout ist ohnehin kaum zu erwarten, da es Interessenten genug gibt. Neben Dazn und Amazon käme auch die Telekom als inzwischen etablierter Sport-Sender in Frage - ARD oder ZDF allerdings nicht: Das Rechtepaket gilt nur für den Bezahlbereich. Zuletzt hatten am Montagabend der Streamingdienst Dazn und überraschend auch der Internetriese Amazon über seine Plattform Amazon Prime das Spiel von Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen übertragen.
Amazon hatte - wie zuvor Dazn - von der Deutschen Fußball Liga das Übertragungsrecht erworben. Möglich war das nur, weil der Konzern Eurosport/Discovery nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur seinen Vertrag mit der DFL gekündigt hatte.
Dazn war vom DFL-Deal mit Amazon überrascht worden. Bisher zeigte der kostenpflichtige Streamingdienst die Bundesliga über einen Sublizenz-Vertrag mit Eurosport, der 40 Punktspiele umfasst, davon 30 am Freitag sowie jeweils fünf am Sonntag und Montag. Doch dieser Kontrakt ist wegen der Vorgänge um Eurosport derzeit nicht gültig.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 20. Mai 2020 14:59 Uhr

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