Friedrichshafen verdirbt Moculescu-Party

Friedrichshafen verdirbt Moculescu-Party

Die BR Volleys können den Sack erneut nicht zumachen, der Titel-Hattrick ist erst einmal aufgeschoben. Rekordmeister VfB Friedrichshafen gleicht die Finalserie um die deutsche Volleyball-Meisterschaft aus. Nun kommt es am Bodensee zum Showdown.

Martin Atanasov beim Spiel

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Friedrichhafens Martin Atanasov schmettert einen Ball.

Sein Ex-Club VfB Friedrichshafen hat dem 68-jährigen Stelian Moculesu die Geburtstags-Party gründlich verdorben. Moculescus neues Team BR Volleys vergab in der Finalserie «Best of Five» den zweiten Matchball, der deutsche Volleyball-Rekordmeister Friedrichshafen ist wieder voll im Rennen um den Titel 2018. Die Gäste vom Bodensee gewannen am Sonntag in Berlin vor der Saison-Rekordkulisse von 7614 Zuschauern mit 3:2 (25:19, 33:31, 22:25, 19:25, 13:15). Damit steht es nach vier Endspiel-Begegnungen 2:2, die Entscheidung fällt nun am Mittwoch (20.00 Uhr) in der ZF-Arena von Friedrichshafen.

Verpatzte Geburtstagsfeier

Es war die größte und lauteste Geburtstagsparty, die Stelian Moculescu erlebt hat. Genau an seinem 68. Ehrentag und 83 Tage nach seiner Verpflichtung in Berlin wollte der Trainer-Oldie seinen 20. persönlichen Meistertitel feiern. Doch nach dem Heimsieg vier Tage zuvor wehrte sich Friedrichshafen mit viel Energie und einem überragenden Athanasios Protopsaltis (19 Punkte) vor dem drohenden K.o.-Schlag. Trainer Vital Heynen stellte erneut Tomas Kocian auf die Zuspielerposition - und lag damit genau richtig. Später kam der erfahrene Simon Tischer, der am Saisonende Schluss macht, und sicherte mit den Erfolg.

Vorsprung nicht haltbar

Im ersten Durchgang bestimmten die Gäste mit wirkungsvollen Aufschlägen und einem variablen Angriffsspiel klar das Geschehen, Berlin fand kein Gegenmittel. Erst die Einwechslung von Routinier Paul Carroll brachte die Gastgeber besser ins Spiel, vor allem der Block agierte wirkungsvoller: Lohn war ein Fünf-Punkte-Vorsprung im zweiten Satz. Doch dann schwächelte Pierre Pujol im Zuspiel. Nach vier Satzbällen für die BR Volleys verwandelte Friedrichshafen seinen fünften zum 33:31.

White holte die meisten Punkte

Moculescu hatte Kyle Russell oder Adam White, die unter Mosulescus Vorgänger Luke Reynolds keine Rolle gespielt hatten, in der ersten Sechs aufgeboten. Während der Amerikaner Russell Schwierigkeiten hatte, holte der Australier White (26) die meisten Punkte. Berlins Routinier Robert Kromm kam spät in die Partie, trug dann zum Gewinn des dritten Satzes bei. Der Titelverteidiger entschied nach dramatischem Verlauf auch Satz vier für sich.

Protopsaltis besiegelte das Schicksal der Volleys

Die Gäste vom Bodensee, die unter Moculescu 13 Meistertitel gesammelt hatten, erholten sich aber davon. Und Protopsaltis machte den Sack zu. Moculescu hat nun seinen letztes Spiel als Berliner Coach am Mittwoch in Friedrichshafen. Mit dem Franzosen Cedric Enard, der gerade Tours VB zum französischen Meister gemacht hat, wird bereits ein heißer Nachfolgekandidat für die BR Volleys gehandelt.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 7. Mai 2018