Schmidt über Fußball nach Corona: «Das Eis ist dünn»

Schmidt über Fußball nach Corona: «Das Eis ist dünn»

Geschäftsführer Carsten Schmidt vom Bundesligisten Hertha BSC hat vor schwerwiegenden Langzeitfolgen für den deutschen Fußball nach der Corona-Krise gewarnt.

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«Das Eis wird dünner», sagte Schmidt am 08. September 2021 auf dem SpoBis in Düsseldorf: «Wenn die Super League gekommen wäre, hätten wir gemerkt, wie dünn es geworden ist. Aber es schmilzt. Und es braucht nicht mehr viel. Wir müssen höllisch aufpassen.»
Die Krise habe der Fußball nicht genutzt, um sich positiv zu positionieren. «Wenn so etwas wie Corona vom Himmel fällt, schauen die Menschen, welche Institutionen sind noch vertrauensvoll. Da ist der Fußball nicht positiv aufgefallen», sagte Schmidt: «Ich kenne allerdings ehrlich gesagt auch kaum eine Institution, die positiv aufgefallen ist.»
Man könne «nicht mehr vom robusten Fußball der 90er und frühen 2000er sprechen», sagte Schmidt und erkennt eine Entfremdung vom Fußball. «Einzelne Bilder wie Goldsteaks versenden sich. Aber es geht um eine generelle Haltung», sagte Schmidt: «Die Romantiker sind vielleicht laut. Aber sie sind schon in der Mehrheit.» Allerdings werde in Deutschland «am besten und verhaltensten investiert».

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 8. September 2021 16:25 Uhr

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