Bobic: «Lasst uns erstmal die Stadt zurückgewinnen»

Bobic: «Lasst uns erstmal die Stadt zurückgewinnen»

Manager Fredi Bobic von Hertha BSC schiebt die in den letzten Jahren angestrebten Ziele des Fußball-Bundesligisten an den Rand. «Hört auf mit Meisterschaft oder Champions League, lasst uns erstmal die Stadt zurückgewinnen», sagte der 49-Jährige dem monatlich erscheinenden Magazin «11 Freunde». Mit «Glaubwürdigkeit» und einer klaren Haltung sollen die Menschen das Gefühl bekommen, «was die da bei Hertha versprechen, halten die auch».

Fredi Bobic

© dpa

Fredi Bobic, Manager bei Hertha BSC Berlin, lacht im Stadion.

Bobic will dafür den Kader umbauen und mit Nachwuchsspielern bestücken, um so auch den Lokalrivalen Union Berlin sportlich wieder zu überholen. «Wenn wir hart arbeiten, können wir das schnell wieder drehen», sagte der ehemalige Nationalmannschaftsstürmer. Auf teure Transfers wie zu Zeiten von Cheftrainer Jürgen Klinsmann vor eineinhalb Jahren setzt Bobic nicht, «zumal von dem Geldregen so viel gar nicht mehr übrig ist». Damals seien dank der Finanzspritze von Investor Lars Windhorst «gute, teure Spieler geholt worden», aber «es hat nicht gepasst».
Der Aufbau der neuen Mannschaft und den neuen Strukturen für Hertha haben beim Wechsel von Eintracht Frankfurt nach Berlin einen hohen Reiz auf den ehemaligen Profi ausgeübt: «Ich bin Manager, kein Trainer. Mich fasziniert die Aufbauarbeit in einem Klub viel mehr, als um jeden Preis in der Champions League zu spielen.» Natürlich will der Manager das Team von Pal Dardai in den nächsten Jahren in höheren Tabellenregionen platzieren und auch Werte generieren: «Im Idealfall sorge ich dafür, dass er uns als Trainer am Ende weggekauft wird.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 17. Juni 2021 12:12 Uhr

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