Hertha vor dem Neustart: Vorsicht vor Gelenkschmerzen

Hertha vor dem Neustart: Vorsicht vor Gelenkschmerzen

Die stetig wachsende Vorfreude auf das nahende Ende der Corona-Quarantäne will Pal Dardai gar nicht verbergen. «Irgendwann wird dir langweilig, du kannst nicht nur Fußball gucken», berichtete der Trainer von Hertha BSC über die Zeit in den eigenen vier Wänden.

Pal Dardai

© dpa

Herthas Trainer Pal Dardai vor einem Spiel.

Die Trainingspläne für die erste Übungseinheit des Berliner Bundesligisten am Freitag hat der 45-Jährige längst gemacht. «Jeder wartet schon, rauszukommen, jeder ist bereit zum Training zu kommen», erzählte Dardai am Montag bei einem digitalen Mediengespräch von seinen Eindrücken bei den Video-Chats mit seinen Spielern.
Doch wenn der akut abstiegsgefährdete Fußball-Bundesligist den Saison-Endspurt mit sechs Spielen in 22 Tagen angeht, ist Vorsicht geboten. Das weiß auch Dardai. Gelenkschmerzen, Adduktorenprobleme, das seien kaum vermeidbare Probleme trotz der intensiven Einheiten im Fußball-Homeoffice in den vergangenen Tagen. «In Mainz wollen wir von 0 auf 100 gehen, aber nicht so, dass einer gleich kaputt geht. Wir haben noch sechs Spiele», sagte Dardai.
Mainz 05 wird am kommenden Montag der erste von sechs Prüfsteinen innerhalb von 22 Tagen. «Wir haben minus drei Spiele und minus vier Punkte. Wenn wir vier Punkte holen sind wir nicht auf einem Abstiegsplatz. Das ist eine machbare Aufgabe», meinte Dardai mit Blick auf die ebenfalls noch ausstehenden Nachholspiele gegen den SC Freiburg (6. Mai) und Schalke 04 (12. Mai).
Dennoch könnte das Auswärtsspiel bei den wieder erstarkten Rheinhessen schon den Weg weisen im Abstiegskampf. Mit einem Sieg würde der immer wieder beschworene Jetzt-erst-recht-Effekt gleich Wirkung entfalten. Doch Dardai baut lieber vor. Auch eine Niederlage bedeute nicht, «dass wir abgestiegen sind».
Für Dardai haben sich die Chancen trotz der Erfolge der Konkurrenz während der eigenen Corona-Quarantäne ohnehin nicht entscheidend verschlechtert. «Wir dürfen uns nicht Unruhe reinreden lassen. Wir sind die Berliner. Wir sind unser Kreis, da gibt es keine Hektik», sagte Dardai in einem digitalen Mediengespräch am Montag.
Die Berliner waren durch ihre zweiwöchige Zwangspause auf den 17. Tabellenplatz abgerutscht, da der 1. FC Köln (6 Punkte), Arminia Bielefeld (4) und Mainz 05 (6) in der Zwischenzeit Zähler holen konnten. Dardai selbst, sein Co-Trainer Admir Hamzagic und die Profis Dodi Lukebakio und Marvin Plattenhardt waren positiv auf das Coronavirus getestet worden. Daraufhin wurde das ganze Team samt Betreuern in 14 Tage Quarantäne geschickt.
Mit den beiden Spielern rechnet Dardai im Abstiegskampf vorerst nicht mehr. Sie müssten sich nach ihren Infektionen langsam herantasten, alle medizinischen Tests durchlaufen und auf mögliche Corona-Folgeschäden wie Herzmuskelentzündungen oder Thrombosen achten. Gleiches gilt auch noch für Torwart Rune Jarstein, der bereits Anfang April schwer erkrankt war.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 26. April 2021 14:12 Uhr

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